Ein kurzer Blick hinter die Kulissen des Bündner Blumenhandels
von Riccarda Hartmann
Floristin Fiona*, die Besitzerin eines kleinen Blumengeschäftes, macht sich vor der Ladenöffnung auf den Weg. Sie braucht noch ein paar Dekorationsartikel und einige Schnittblumen. Diese findet sie in der Blumenbörse Südostschweiz. Also macht sie sich dorthin auf. Jetzt nicht mehr zu einem Glashaus in Landquart, sondern in eine Halle in Zizers direkt neben dem Bahnhof Untervaz-Trimmis. Gartenbedarf, Pflanzen, Schnittblumen, Floristikbedarf und Dekorationen. Dort findet sie alles, was sie für diesen Tag besorgen muss. Auf einer Fläche von rund 2000 Quadratmetern. Und das tun auch andere aus ihrem Arbeitsbereich.
Ein herzliches «Morga mitanand» oder eine andere Begrüssung ertönt bei eintretender Kundschaft. Mit Wägen, auf denen Pflanzen, Töpfe oder Kerzen stehen, fahren die Kaufenden zwischen den Gängen im Inneren hindurch. Suchen das, was sie brauchen, stöbern ein bisschen. Die Geschäftsfachstellenleiterin Nadja Bless läuft hin und her, scannt Waren ein, wickelt Käufe ab, spricht mit Kundinnen und Kunden. Immer wieder läutet ihr Telefon. «Diejenigen, die am Morgen hier sind, kennen wir und deshalb läuft es oft wortlos ab», erklärt Nadja Bless, während sie Pflanzen und Dekoartikel vom Wagen einer Kundin nimmt, diese scannt und wieder zurückstellt. «Denn die meisten sind im Schuss und müssen in ihre Läden. Wir bereiten ihre Einkäufe so weit vor, dass sie eigentlich nur den Wagen nehmen und wieder gehen können. Entweder bezahlen sie gleich oder sie haben einen Lieferschein mit einer Monatsrechnung.»