Durch die Kanti führt eine gigantische «Chügelibahn»
von Peter Aebli*
Vom Fernunterricht blieben die Kantonsschule Glarus und die Sportschule Glarnerland in diesem Jahr verschont. Lernen über das Internet von zu Hause aus ist aus vielen Gründen problematisch und bringt nicht denselben Erfolg wie Unterricht in der Schule. Weggefallen sind jedoch viele Veranstaltungen vor allem in den Bereichen Sport und Kultur.
Engagierte Lehrpersonen arbeiten als Gruppe «Applaus» laufend an spannenden Projekten, die etwas anders als normale Schule ablaufen. Corona hat auch hier zu grossen Einschränkungen geführt, denn Veranstaltungen mit allen Lernenden sind fast nicht mehr möglich. Als Ersatz wurde kurzfristig die «Kettenreaktion» ins Leben gerufen – die Lehrerinnen und Lehrer zeigten sich flexibel und gingen sofort darauf ein. Was tun, wenn man sich nicht treffen darf? Man arbeitet in kleinen Gruppen im Klassenzimmer und verbindet den Anlass virtuell.
Kugel jagt durchs Gebäude
Eine kleine Glaskugel macht sich auf den Weg durch 25 Schulzimmer; dies auf einer gigantischen «Chügelibahn». Der Gesamtschulanlass war damit coronakonform und nur ein kleiner Trick musste eingebaut werden: Von einem Zimmer zum anderen bewegte sich die Kugel nur virtuell. Mindestens symbolisch war damit aber das ganze Event zu einem gemeinsamen Anlass verknüpft, und auf Video können die Lernenden sehen, was die anderen Klassen geleistet haben.
Kreativität ohne Grenzen
Die klassische «Chügelibahn» aus Holz hatte auch ihren Platz, aber vor allem wurde mit Dominoeffekten gearbeitet, und manche Kantischülerin oder mancher Kantischüler hatte dafür wieder einmal die Kinderspielsachen durchsucht und vielleicht die Brio-Eisenbahn in die Schule mitgebracht.