Drei Millionen Essenspakete sind das Ziel
«TogetherForCapetown» (gemeinsam für Kapstadt) heisst das Hilfsprojekt, das in den letzten Monaten ins Leben gerufen wurde und von mehreren Organisationen getragen wird. Auch mit dabei: Der Rheintaler Verein Ubuntu. «Wir verteilen Nahrungsmittel an die arme Bevölkerung, denn das hilft den Menschen im Moment am meisten», erklärt Ubuntu-Präsidentin Nadja Perone. Noch immer sei das öffentliche Leben in Südafrika wegen Covid-19 stark eingeschränkt, so Perone. Zur Schule darf erst ein Teil der Kinder, in den Restaurants gibts nur Take-Away-Mahlzeiten und viele Menschen arbeiten noch von zu Hause aus. Auch der Tourismus, einer der grössten Wirtschaftszweige des Landes, liegt noch lahm. «Dieser Stillstand trifft besonders die arme Bevölkerung hart. Die Menschen können ihren Tagelöhner-Jobs nicht mehr nachgehen, verdienen kein Geld mehr und können sich kein Essen mehr kaufen.» Zudem lebten diese Menschen oft auf engem Raum unter schlechten hygienischen Bedingungen. «Wer da geschwächt ist, weil er nichts zu essen hat, der kann erst recht krank werden», sagt Perone.
Und so sammelt Perone mit dem Verein Ubuntu, dem Verein Matchbox aus Deutschland und bald auch einem schwedischen Verein Geld, um Essenspakete zu verteilen. Vernetzt sind die europäischen Vereine mit Personen vor Ort, die die Verteilung der Nahrungsmittel sicherstellen und mit den lokalen Schulen und Nahrungsmittellieferanten zusammenarbeiten. «Seit Mitte Mai konnten wir rund 100‘000 Mahlzeiten verteilen», erzählt Perone. Dies geschieht über Schulen und Kindertagesstätten. Auch wenn diese ihren vollen Betrieb noch nicht wieder aufgenommen haben, so können die Familien dennoch über sie Essen beziehen, wie Perone erklärt.