Die Schule hat begonnen
von Katharina Balzer und Nicole Nett
Nach den langen Sommerferien drücken seit Montagmorgen die Bündner Schülerinnen und Schüler wieder die Schulbank. In Graubünden gibt es insgesamt 165 Schulstandorte für die obligatorische Schulzeit – also Primar- und Oberstufe.
Über 18'000 Schülerinnen und Schüler
Wie Claudia Andriuet vom Amt für Volksschule und Sport gegenüber Radio Südostschweiz sagt, gibt es momentan noch keine statistische Angabe zu den Schülern, welche dieses Jahr die obligatorische Schule besuchen. Die Zahlen werden jeweils gesamtschweizerisch erst Mitte September erhoben.
Im Schuljahr 2020/21 seien es 18'003 und im Vorjahr, 2021/22, 18'163 Schülerinnen und Schüler gewesen. Davon waren es in beiden Jahren rund 1700 Erstklässler. Die kleinste Schule befindet sich übrigens in Avers. Dort begann am Montag für acht Schülerinnen und Schüler die Schulzeit. In Chur sind es über 2500 Kinder und Jugendliche. Radio Südostschweiz hat mit Romano Meuli gesprochen, welcher am Montag neu in den Lehrererberuf gestartet ist. Im Interview verrät er, was er sich für das kommende Schuljahr vorgenommen hat:
Lehrermangel weiterhin Thema
Wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA schreibt, ist in der Deutschschweiz ein einigermassen normaler Schulstart nur möglich, weil vielerorts Pensen aufgestockt oder Personen ohne entsprechende Diplome angestellt worden sind. So hat beispielsweise im Kanton Bern jede zehnte Lehrperson keinen entsprechenden Ausweis, wie es heisst. Auch der Kanton Zürich habe in der Not Hunderte Aushilfslehrerinnen und Aushilfslehrer engagiert. Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz hatte im Vorfeld der Wiederaufnahme des Schulbetriebs Alarm geschlagen. Der Lehrermangel sei «schlimmer denn je». In Graubünden, wo über 2000 Lehrpersonen unterrichten, ist das Problem noch nicht so stark ausgeprägt. Wir haben darüber berichtet: