Die Eisheiligen werden frisch, aber nicht frostig
von Felix Blumer*
Am vergangenen Sonntag war es im Glarnerland mit 26,1 Grad bereits Sommer. In Basel wurden sogar 28,6 Grad gemessen. Bei uns im Kanton war auch der Montag dank Föhn noch ganz passabel mit Temperaturen von deutlich über 20 Grad.
Heute Dienstag, dem Tag des Mamertus, setzt eine Kaltfront dem Frühsommer nördlich der Alpen aber ein jähes Ende. Am Nachmittag gibt es nur noch Werte um 13 Grad. Aber Achtung: Mamertus war bei uns nie ein Heiliger, entsprechend zählt er auch nicht als Eisheiliger.
Frost bleibt wahrscheinlich aus
Morgen Mittwoch, dem Tag des Pankratius, gehen die Temperaturen sogar nochmals leicht zurück und liegen noch bei 12 Grad. Danach werden die sonnigen Phasen zwar wieder länger, bis zum Samstag, dem Tag der Kalten Sophie, bleibt es aber kühl mit Nachmittagstemperaturen um 15 Grad und damit deutlich unter dem langjährigen Mittel.
Namensgeber für die Eisheiligen waren aber nicht tiefe Nachmittagstemperaturen, sondern nächtlicher Frost. Davon hatten wir in diesem Frühling schon mehr als genug. Obwohl es bis am Samstag eigentlich kühl weitergeht, bleibt dieses Jahr Frost meist aus. Dazu hat es viel zu viele Wolken, und entsprechend ist es in der Nacht nicht allzu kalt.
So sind die Eisheiligen in diesem Jahr wie schon in den vergangenen Jahren eher lausig kühl. Frost und Bodenfrost bleiben in diesem Jahr genau wie im Vorjahr aus. 2019 gab es dagegen verbreitet Bodenfrost. Doch seit der Jahrhundertwende gab es in Glarus – abgesehen von 2019 – nur während der Eisheiligen 2012, 2005 und 2003 Bodenfrost. Bei einer Trefferquote von 20 Prozent kann man den Eisheiligen nicht viel abgewinnen. Und Luftfrost gab es in Glarus seit 1990 nur ein einziges Mal, nämlich an der Kalten Sophie 1995 mit genau 0 Grad.