Die Bügel sind sogar gratis
Keine Versteigerung gestern um 13 Uhr an der Ecke Gerichtshaus- und Zollhausstrasse in Glarus. Zwar hat die Gemeinde tatsächlich vor rund einem Monat bekannt gegeben, dass einige der umstrittenen Velobügel wieder abmontiert werden sollen. Dass sie, wie in der Ausgabe von gestern angekündigt, hinter dem Medienhaus für einen guten Zweck versteigert werden sollen, war aber natürlich ein Aprilscherz.
Vorbeikommen hat sich trotzdem gelohnt. Für die beiden Schüler Terence Wezel aus Haslen und Kaj Weibel aus Mollis hat eine Bügelflasche Gazosa dabei herausgeschaut. Und für Frau Weber aus St. Gallen, die ihren Vornamen nicht verraten will, eine Flasche Adler-Bügelspez. Sie sei aber jedenfalls nicht extra für die Auktion von St. Gallen nach Glarus gereist, versicherte Frau Weber.
Interveniert der Kanton?
Fridolin Hauser aus Näfels hat sich per E-Mail gemeldet und will «aus zuverlässiger Quelle» erfahren haben, der Kanton und die Gemeinde Glarus Nord würden bei der Gemeinde Glarus gegen die Versteigerung der Velobügel vorgehen. Baudirektor Kaspar Becker und Gemeinderat Bruno Gallati hätten Verwendung für die Bügel als Geländer zur Sicherstellung des Fahrtsweges entlang des vierten Gedenksteins in der Risi in Näfels. «Den Rest liefern sie in die Missionen nach Afrika», teilt Hauser mit.