Der Weg nach Aueren ist frei – Mensch und Tier freuts
Von Hans Speck
Endlich. Das lange Warten hat ein Ende! Das vergangene Wochenende war zwar kein Traumwochenende mit viel Sonne und ohne Niederschlag. Aber für viele Älpler samt ihren Familien, ihren Angestellten und freiwilligen Helfern war es doch der gelungene Start in den Alpsommer 2019, der dieses Jahr etwas später als auch schon beginnt.
«Was lange währt, wird endlich gut», tönte es weit hörbar erleichtert aus den Mündern einiger Älpler, die nach wochenlangem Zuwarten an diesem Wochenende mit ihrem Vieh endlich den beschwerlichen Weg auf ihre Alpen unter ihre Füsse nehmen konnten.
Der Grund für die unfreiwillige Verzögerung ist der viele Schnee, der in höheren Lagen immer noch liegt. Erschwerend dazu kamen zahlreiche kleinere und grössere Lawinenniedergänge, welche Ställe und bestehende Infrastrukturen arg in Mitleidenschaft gezogen hatten.
Ein Beispiel ist der Lawinenniedergang am Wiggis oberhalb von Netstal, welcher eine ganze Waldpartie niedermähte und den beschwerlichen Weg auf die Auerenalp für die Älp- ler-Familie Schnyder an der diesjährigen Alpauffahrt noch beschwerlicher machte.
In der Zwischenzeit hatte die Forstequipe der Gemeinde Glarus den Weg wieder einigermassen freigemacht und bis zur Alp eingezäunt.
Start in aller Herrgottsfrühe
Der Aufzug auf die Auerenalp war für den Samstagmorgen in aller Frühe geplant. Das Wetter war gewitterhaft, aber für einen Aufstieg auf die Auerenalp geradezu ideal.
Im Minutentakt wird das Vieh herangebracht und ausgeladen. Auf der Wiese können sich die Tiere ein letztes Mal stärken, bevor der beschwerliche Aufstieg nach Aueren beginnt.