Der Umweltminister setzt den Schraubbohrer an
von Hans Speck
Die Bagger sind bereits aufgefahren, die Vorbereitungen für den Baustart in vollem Gang, und der Rohbau soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein. Die Rede ist von der Anlage für die 4. Reinigungsstufe der ARA Glarnerland. Sie muss aufgrund des revidierten Gewässerschutzgesetzes zum Eliminieren von Mikroverunreinigungen gebaut werden.
Der Glarner Regierungsrat Kaspar Becker setzte als Vorsteher des Departements Bau und Umwelt gleich selbst zum symbolischen Spatenstich an.
Davor konnte Georg Banzer, Präsident des Abwasserverbandes Glarnerland, mit sichtlicher Freude Vertretungen der ARA-Trägerschaft begrüssen. Sie kamen aus den Gemeinden Glarus Nord, Glarus, Glarus Süd, Weesen, Amden und Schänis. Anwesend waren aber auch Klaus Biermann, Betriebsleiter der ARA Glarnerland; Gesamtprojektleiter Alain Meyer und Lilian Schläpfer von der Hunziker Beatech AG; Anita Lutz von der Geotechnik Vollenweider AG und die Spezialisten der Kibag AG, die für das Andrehen der riesigen Bohrmaschine zuständig waren.
Rohbau steht bis Ende 2022
Die Anlagen der ARA Glarnerland wirken für Aussenstehende jetzt schon beeindruckend. Mit dem Bau der 4. Reinigungsstufe wird sie noch grösser. Die 21 Meter breite und 50 Meter lange Anlage zum Entfernen von Mikroverunreinigungen kommt auf der Wiese im Norden zu stehen, die dem Abwasserverband Glarnerland bereits gehört. Läuft alles rund, steht der Rohbau bis Ende 2022.
Der Bau der neuen Reinigungsstufe gehört zum Gesamtsanierungsprojekt 2025 bis 2040. Schon vor dem symbolischen Spatenstich wurde die Fläche mit Baggern für den Baustart vorbereitet. Für den Bau müssen die Trinkwasserleitungen zur ARA verlegt, die Humusschicht abgetragen und ein Kiesplatz für die Baumaschinen erstellt werden.