Der Samichlaus empfängt im Wald
Das Coronavirus hat manchen Familien einen Strich durch die Rechnung gemacht und hat Kinder enttäuscht. Denn der Samichlaus kommt heuer nicht auf Hausbesuch. Die Gemeinde Glarus Nord war da wegen der Ansteckungsgefahr kategorisch dagegen, wie der Samichlaus den «Glarner Nachrichten» erzählt. Als sie das erfahren haben, haben der Samichlaus und der Schmutzli vom Baschliberg nachgedacht. Und dafür die Kinder und ihre Familien zu sich in den Wald eingeladen.
Beim Feuer im Wald
In Mollis hat der Samichlaus mit den Eltern und den Kindern einen Treffpunkt abgemacht. «Die Eltern haben mir Wunschdatum und -zeit angegeben», erzählt er. Dort treffen die Familien den Schmutzli und der begleitet sie zum Samichlaus. Am Weg leuchten Fackeln, der Samichlaus wartet an einem warm leuchtenden Feuer.
Die Kinder empfängt der Samichlaus mit warmem Herzen: «Ich lobe sie für das, was sie gut machen unter dem Jahr – und ich ermuntere sie zu einem Punkt, bei dem sie etwas verbessern können», sagt er. Dann fragt sie der Samichlaus, ob sie auch ein Sprüchlein aufsagen oder ein Lied singen mögen. Darauf bekommen die Kinder einen Sack, den seine Gehilfen vorher selber eingepackt haben. Und bald einmal begleitet der Schmutzli die nächste Familie zur Feuerstelle im Wald – damit auch möglichst alle Kinder den Samichlaus sehen können. Freie Termine hat er keine mehr, sagt der Schmutzli.
Ein wenig unsicherer
Den Kindern, den Eltern und ihm habe es gut gefallen am ersten Abend, erzählt der Samichlaus weiter: «Es hat super gepasst und alle waren bei der Sache.» Vielleicht, dass sich die Kinder etwas weniger wohl fühlten als zuhause in der gewohnten Umgebung. «Für den Schmutzli und mich waren die Lieder und Sprüche sehr stimmig», sagt der Chlaus: «Und die Familien sind mit einem zufriedenen Ausdruck wieder heim gegangen.»