Der Frühling war fast 3 Grad zu warm, sehr sonnig und trocken
von Felix Blumer*
Petrus stemmte sich in diesem Frühling vehement gegen den Corona-Blues. Die Sonne machte rund 120 Überstunden im Tal. Kein Wunder, lagen die Temperaturen weit über dem langjährigen Durchschnitt, in Glarus rund 2,7 Grad, in Elm sogar 3,1 Grad. Dazu war es deutlich zu trocken.
Die Sonne leistete in diesem Frühling volle Arbeit und sorgte dafür, dass uns mental nicht auch noch die Decke auf den Kopf fiel. Nördlich der Alpen war es nach 2011 verbreitet der sonnigste Frühling überhaupt. Auch im Kantonshauptort schien die Sonne rund 120 Stunden mehr als im Durchschnitt der klimatologisch relevanten Norm der Jahre 1961 bis 1990. Seit dem 1. März zeigte sich die Sonne in Glarus rund 470 Stunden, in Elm waren es sogar rund 480 Stunden. Allerdings wurde der Rekord aus dem Frühling 2011 auch bei uns im Kanton nicht übertroffen, und in der Stadt war es schon im Jahr 2017 ähnlich sonnig. Hauptverantwortlich für das grosse Plus bei den Sonnenstunden war natürlich der April. Im Mai befanden sich dagegen die Sonnenstunden nur wenig über der Referenz.
In Elm mehr als 3 Grad zu warm
Der Frühling 2020 gehörte zu den ganz warmen im Kanton Glarus. In Elm lag die Durchschnittstemperatur bei genau 8 Grad und damit 3,1 Grad oberhalb des üblichen Frühlingswertes. Petrus heizte aber auch im Grosstal kräftig ein. Mit einem Durchschnittswert von 10,5 Grad war es auch im Hauptort 2,7 Grad wärmer als in einem Normalfrühling.
Auch bei den Temperaturen war vor allem der April massgeblich verantwortlich für den Wärmeüberschuss. Im April lag der Monatswert in Elm genau 5 Grad über der Referenz, in Glarus 4,4 Grad. Von Saisonrekorden war man aber an beiden Orten deutlich entfernt. In den Jahren 2011, 2007 und 2018 war es noch wärmer, 2017 war ähnlich warm wie jetzt.