Nun haben die Kinder das Sagen
In der sonst eher tristen Zwischensaison bietet die Viehschau bei der Reithalle Frauenkirch jeweils eine willkommene Abwechslung für Einheimische und Gäste. Neben dem sonst üblichen Programm führt man heuer eine Neuerung ein. Hanny Ambühl vom OK erklärt dazu: «Unter den Davoser Bauern gibt es derzeit viele Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren. So lag es nahe, sie in das Programm der Viehschau einzubinden. Einerseits wollen wir so einen neuen Publikumsmagneten schaffen, andererseits möchten wir die Jugend fördern und so zum Erhalt des Anlasses beitragen.»
Jeder hat seine eigene Geschichte
Sechzehn Lieblingskälber von sieben Betrieben werden dieses Jahr von den Kindern vorgeführt. «Die Kategorie wird jedoch nicht gewertet, es gibt also keine Rangierung. Dennoch erhalten alle teilnehmenden Kinder einen Preis, den sie mit nach Hause nehmen können», hält Hanny Ambühl fest. Bei den Kleinsten ist die Vorfreude auf ihren Auftritt bereits gross. Einige von ihnen durften an einem Treffen mit dem DZ-Redaktor mehr zu «ihrem Kälbli» erzählen. Curdin darf mit «Belora» auftreten. «Ich habe es genommen, weil es mein Lieblingskalb ist», erklärt er. Zwar «böckle» es ab und zu, aber meist könne man gut mit ihm umgehen, so Curdin, der bereits bei Beloras Geburt dabei war. Kilian darf «Avera» mit zur Viehschau nehmen. «Ich habe sie ausgewählt, weil sie mir gehört.» Zwar befinde sie sich momentan auf der «Wildi», und so sehe er sie nicht so oft. «Wenn ich aber bei ihr bin, trainieren wir das Vorführen immer.» Nando hätte eigentlich gerne ein Original-Braunvieh-Kälbchen vorgeführt. «Aber leider hatten wir im aktuellen Jahrgang kein Jungtier». So habe er sich dann für ein anderes Kalb entschieden, mit dem er nun fleissig am Üben sei. Belinda wiederum führt «Barina» vor, «weil ich sie gerne habe und sie ‹mein› Kälbchen ist». Belinda kennt es seit Geburt und hat eine innige Beziehung zum Tier. «Ich trainiere nicht nur viel mit ihr, ich schmuse auch oft», ergänzt sie. Auch Jana durfte bei der Geburt «ihres» Kälbchens dabei sein, wobei es sich um Zwillingsgeburt handelte. Während Jana «Casanna» präsentiert, darf ihre Schwester Ronja «Calanda» vorführen. Wie Jana erklärt, mache «Casanna» viele Fortschritte beim Üben für die Viehschau.