Davoser Gemeindehaushalt ist nach wie vor im Lot
Die finanziellen Auswirkungen der Coronakrise haben sich in der Jahresrechnung 2020 der Gemeinde Davos noch nicht allzu wuchtig niedergeschlagen. Man könne in «gewohnter Manier» einen sehr guten Rechnungsabschluss vorlegen, sagte der Davoser Landammann Philipp Wilhelm (SP) am Donnerstag an einer Medieninformation. So resultiert für das zurückliegende Jahr in der Erfolgsrechnung ein Ertragsüberschuss von 13,4 Millionen Franken (Vorjahr: 9,5 Millionen Franken). Das operative Ergebnis liegt bei 12,9 Millionen Franken (15 Millionen Franken), was rund 2,8 Millionen Franken mehr sind als budgetiert.
Wem die Lorbeeren für das positive Resultat gebühren, machte Wilhelm, der seit Beginn dieses Jahres Davos als Landammann vorsteht, eingangs der Präsentation klar. Das Ergebnis sei der umsichtigen Finanzpolitik seines Amtsvorgängers Tarzisius Caviezel (FDP) zuzuschreiben.
Höhere Steuererträge
Der für 2020 ausgewiesene Gesamtertrag beträgt 127,4 Millionen Franken. Gegenüber dem Budget ist das eine Zunahme von 5,2 Millionen Franken. Zurückzuführen ist dies gemäss Information der Gemeinde hauptsächlich auf die Steuererträge, welche um rund 4,4 Millionen Franken höher ausgefallen sind als veranschlagt. Ertragsseitig haben sich jedoch 2020 auch Ausfälle durch die Coronapandemie niedergeschlagen. Das beinhaltet etwa einen Rückgang der Quellensteuern um 400 000 Franken sowie im Vergleich mit dem Budget angefallene Mindereinnahmen in Bereichen wie dem Davoser Verkehrsbetrieb, Hallenbad und den Parkplätzen im Umfang von total rund 700 000 Franken. Zur Entwicklung der Steuererträge hinsichtlich der Corona-Auswirkungen wurde an der Medieninformation darauf verwiesen, dass man diesen Posten im Budget 2021 gegenüber der Rechnung 2020 um zehn Prozent reduziert habe. Martin Raich, Finanzchef der Gemeinde Davos, merkte zu den Fiskaleinnahmen aber an: «Abgerechnet wird am Schluss des Jahres.»
Um 2,4 Millionen Franken höher als veranschlagt ausgefallen ist der Gesamtaufwand, der sich auf knapp 114 Millionen Franken beläuft. Von der Abweichung sind gemäss Angaben der Gemeinde rund 1,2 Millionen Franken direkt auf coronabedingten Zusatzaufwand zurückzuführen. Eine Mehrbelastung ist unter anderem aber auch durch die sehr hohen Schneeräumungskosten angefallen.