Davos ist nun noch herzsicherer
Zwar gibt es in der Eishalle schon seit Längerem einen Defibrillator, wie auch in allen Bussen des Verkehrsbetriebs Davos. Doch im Zuge der Eishallenerneuerung habe man das ganze Konzept überarbeitet, erzählt David Solèr, Leiter Eis- und Sommersportanlagen: «Neu verfügen wir über drei Geräte: Eines in der Eishalle, eines in der Trainingshalle und eines, das mobil eingesetzt werden kann». Die gute Abdeckung sei wichtig, damit auch Plauschmannschaften im Notfall schnell reagieren könnten. Denn: «Bei Profimannschaften ist ohnehin immer ein Arzt dabei», so Solèr. Teamarzt Walter Kistler ergänzt: «Eishockey zählt als Risikosportart, begünstigt unter anderem durch die vielen ‹Stop-and-Go›-Bewegung oder Checks».
Kommunikation automatisiert
Ein weiterer Pluspunkt des neuen Rettungskonzepts ist die automatische Kontaktaufnahme mit wichtigen Personen. So wird bei Inbetriebnahme des Defibrillators direkt eine Verbindung mit einem Rettungssanitäter – via die Nummer 144 – in Chur aufgebaut. Der Ersthelfer vor Ort kann sich so einerseits von einer Fachperson beraten lassen, andererseits kann so sofort ein Notarzt zum Ort des Geschehens geschickt werden. Ebenfalls wird ein SMS an bestimmte Kontaktpersonen vor Ort geschickt, sprich Trainer, Eismeister, Cateringchefs und andere. «Unsere Eismeister beispielsweise werden alle zwei Jahre für solche Fälle geschult», erzählt Solèr. Die automatische Alarmierung unterstütze den Ersthelfenden so sehr, da er sich nicht mehr aktiv um Unterstützung bemühen müsse.
Es sollte schnell gehen
Hilfe vor Ort ist wichtig, denn selbst der schnellste Rettungsdienst braucht mindestens rund zehn Minuten, um am Unfallort zu sein. «Das ist wertvolle Zeit», erklärt Kistler. Und auch wenn jemand Hemmungen hätte, den Defibrillator in Betrieb zu nehmen – falsch machen könne man nur etwas, wenn man nichts mache.