Das Zigermeet erwartet Kampfflieger und 30'000 Gäste
Das Zigermeet 2019 verspricht ein besonderes Programm. «Warbirds» könnte ein Motto sein für die Flugschau vom Freitag und Samstag, 16. und 17. August, in Mollis. Denn es sind 75 Jahre her seit der Invasion der Alliierten vom 6. Juni 1944 in der Normandie. Doch neben den Oldtimern spielen moderne Kampfflugzeuge eine grosse Rolle.
Und neu ist das Organisationskomitee mit Franz Alberti aus Mollis als Präsident. Er erklärt, warum nicht die Veteranen die Hauptrolle spielen: «Wir wollten wieder eine Airshow organisieren, und als aktuelles Thema bot sich die Kampfflugzeug-Beschaffung der Schweizer Armee an.»
Fliegen als Werbung
Tatsächlich sind fünf wichtige Kampfflugzeughersteller präsent, die sich positionieren wollen. Auch Saab, dessen Gripen der Bund allerdings bereits aus der Auswahl gestrichen hat. «Wir kämpfen aber noch darum, dass auch alle wirklich fliegen», so Alberti. Das sei nicht ganz einfach, denn die Lockheed F-35 müsste von der italienischen Armee kommen, die Boeing Super Hornet sogar von einem Flugzeugträger der US-Marine im Mittelmeer.
Fliegende Kisten, fliegende Riesen
Das zweitägige Zigermeet-Programm ist dicht. Fallschirmspringer, Delta- und Gleitschirmflieger inbegriffen sind es nicht weniger als 42 Piloten und Teams, die am Himmel über Mollis ihr Können zeigen. Etwa künden die Veranstalter Highlights an wie das Transportflugzeug A-400M, das Airbus seit 2010 produziert. Der Riesenvogel hat 37 Tonnen Nutzlast, gehört der deutschen Luftwaffe und kann in Mollis auch von innen angeschaut werden.
Es kommt der moderne PC-24-Jet von Pilatus, und es kommen natürlich die Veteranen. Etliche von ihnen hat die Schweizer Luftwaffe früher geflogen, die einmal Flieger- und Flugzeugabwehrtruppen hiess (siehe Box). Andere kommen aus Grossbritannien, den USA oder der ehemaligen UdSSR.
Es sind aber auch Änderungen möglich, wie Alberti erklärt: «Bei einem angemeldeten Oldtimer ist der Motor ausgestiegen, da ist keine kurzfristige Reparatur mehr möglich.»