Das Coronavirus breitet sich weiter in Altersheim aus
Das Coronavirus hat sich im Alterszentrum Schwanden weiter ausgebreitet. Über das Wochenende sind 20 Bewohner und sechs Mitarbeiter positiv auf der Coronavirus getestet worden. Das hat der Kanton Glarus am Montagnachmittag gemeldet. Insgesamt waren gestern laut Kanton 33 Bewohnende und elf Mitarbeitende nachweislich infiziert.
Der Einsatz von Hilfspersonal wird gemäss den Behörden und der Altersheimleitung vorbereitet. Das Alterszentrum bleibt bis auf Weiteres für Besucher geschlossen.
Auch Zivilschützer sollen zum Einsatz kommen
«Die Erfahrungen aus der ersten Welle haben gezeigt, dass es trotz umfangreichen Schutz und Vorsichtsmassnahmen sehr schwer ist, die Ausbreitung des Coronavirus zu unterbinden, wenn es innerhalb eines Heimbetriebs festgestellt wird», hat der Kanton gestern in einer Mitteilung geschrieben. Dies bestätige sich auch im Fall des Alterszentrums Schwanden.
Seit Anfang Dezember ein Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet wurde, hat sich das Virus im Heim stark ausgebreitet. Zuerst beschränkten sich die Ansteckungen auf zwei Abteilungen. Mittlerweile wurde auch ein Bewohner aus einer anderen Abteilung positiv getestet, wie Verwaltungsratspräsident Rolf Hanimann von den Alters- und Pflegeheimen Glarus Süd gegenüber den «Glarner Nachrichten» sagt (siehe Interview unten). Alle Bewohner und das gesamte Personal sind deshalb am Montag auf das Coronavirus getestet worden. Die positiv getesteten Bewohner werden in einer separat eingerichteten Station betreut. «Das ebenfalls betroffene Personal leistet einen sehr grossen Einsatz und ist durch die Situation stark gefordert», so der Kanton.
Die Verantwortlichen der kantonalen Task Force und der Alters- und Pflegeheime Glarus Süd arbeiteten bei der Bewältigung dieser Krise eng zusammen, heisst es von- seiten des Kantons. Der kurzfristige Einsatz von Hilfspersonal, unter anderem des Zivilschutz, werde vorbereitet, um das Personal zu entlasten, so der Kanton. «Es gilt, den infizierten und den gesunden Bewohnerinnen und Bewohnern bestmöglich Schutz, Betreuung und Pflege zukommen zu lassen.»