Das Churer Masken-Desaster hat ein Ende
Sie prangt auf den Plakaten und der städtischen Website: die «ChurMaska». Eine Schutzmaske aus Stoff im Design des Churer Stadtwappens. Doch in freier Wildbahn ist sie schwieriger zu erspähen. Dies hat seinen Grund: Es kam zu Lieferverzögerungen von rund vier Wochen. Erst Ende Juni wurden die ersten Exemplare an die Frau und den Mann gebracht, wie Adrian Ciardo, CEO des Vereins Brocki Grischun, erklärt.
500 neue Masken pro Woche
Die Nachfrage war dabei nie das Problem: Kurz, nachdem die Stadt Ende April die Corona-Schutzkampagne «Ich Schütze dich und mich» lanciert hatte, gingen haufenweise Bestellungen ein. Bei 3000 eingegangenen Aufträgen musste die Brocki Grischun gar einen Bestellstopp verhängen. Grund: Sie konnte nicht produzieren – da der Stofflieferant Konkurs ging, wie Ciardo ausführt.
Zwischenzeitlich fand der Verein Ersatz. Neuer Maskenstoff wurde bezogen. Seit Anfang Juni nähen jeweils sechs Personen gleichzeitig in der Werkstätte der Brocki Grischun. «Wir fertigen rund 400 bis 500 Masken pro Woche an», sagt Ciardo. Bereits seien 2500 Exemplare verkauft. Ciardo hofft, bis Ende Monat die übrigen 500 bereits angeforderten Einzelstücke fertigzustellen. «Sobald wir wieder Masken auf Lager haben, können neue bestellt werden», verspricht er.
Erwartungen bereits übertroffen
Auslöser für den Ansturm auf die Masken war Stadtpräsident Urs Marti. Er trug an der Medienkonferenz vom 21. April als erster die «ChurMaska». Dabei handelte es sich um einen von zehn Prototypen. Dass die Stoffmasken erst seit gut drei Wochen vertrieben werden und derzeit immer noch keine neuen bestellt werden können, war natürlich nicht in seinem Sinne. Doch er sieht es positiv: «Eine solche Nachfrage haben wir nicht erwartet.»