Damit aus Grischa kein «Radio Gaga» wird: So entsteht das Musikprogramm des Senders
von Andri Dürst
Er ist nie am Mikrofon von Radio Grischa zu hören, aber er trägt dennoch eine wichtige Rolle beim Sender: Musikchef René Lenherr. Denn rund 80 Prozent eines Radiotages bestehen aus der Musik. René Lenherr fasst das Ganze so zusammen. «Ein Radioprogramm ist natürlich immer ein Paket mit Redaktoren, Moderatorinnen, Inhalten wie Nachrichten, Informationen, Service-Leistungen und so weiter – das Ganze wird aber umrahmt vom begleitenden Musikprogramm.» Doch wenn der Musikmix nicht anspreche, werde es schwierig, die Hörerschaft zu halten. «Das Musikprogramm ist somit der Teppich, auf dem alle Inhalte platziert werden oder stehen.»
Ein verlässlicher Begleiter
Doch auf welche Musik stehen die Radiohörenden von Grischa genau? «Das Musikprogramm von Radio Grischa ist ein runder Mix mit Hits, Perlen und ausgewählten, stimmigen Songs. Das Schwergewicht liegt auf melodiöser, aktueller Popmusik sowie bekannten Nummern aus den letzten Jahrzehnten.» Das Programm solle tagtäglich und rund um die Uhr die Hörerschaft positiv sowie verlässlich begleiten, nicht altbacken klingen oder anecken und doch ab und an ein wenig überraschen. «Sei es mit Neuheiten oder «schönen» Songs, die man schon länger nicht mehr gehört hat», so René Lenherr. Zudem fügt er an: «Wir spielen im Schweizer Quervergleich viele heimische Produktionen – auch Mundart hat bei uns noch stärkeres Gewicht. Natürlich binden wir auch das Bündner Schaffen ein.»
Resonanz erhalten die Verantwortlichen einerseits durch direkte Rückmeldungen. «Ab und an kommen unterstützende Rückmeldungen, gerade auch von Gästen, welche in Graubünden eine schöne Zeit verbringen – Musik und Erlebnisse sowie Emotionen harmonieren stark. Ab und an gibt es Wünsche oder Fragen – im Grundsatz aber eher selten.»