Christi Himmelfahrt ist unsere Erhöhung
Der 40. Tag der Osterzeit ist durch das Hochfest Christ Himmelfahrt ausgezeichnet. An diesem Tag ist nach dem Zeugnis der Apostelgeschichte der auferstandene Herr vor den Augen der Jünger in den Himmel erhöht worden, von wo er wiederkommen wird, um das Ende der Zeit und dieser Welt herbeizuführen. Durch den Geist, den er hinterlassen hat, bleibt er gegenwärtig in seiner Kirche und wirkt durch sie in der Welt und für die Welt.
Maria Magdalena, die andere Maria und Salome, kehrten fluchtartig vom Grab in die Stadt zurück, nachdem ihnen gesagt worden war: Jesus von Nazareth ist auferweckt worden (16, 5–6). Schrecken und Entsetzen hatte die Frauen gepackt. Die Furcht hindert sie, überhaupt von Ihrer Erfahrung zu anderen zu sprechen (Markus 16, 8).
Der Schlussabschnitt des Evangeliums kommt uns Heutigen dann noch einmal mit unseren Glaubensschwierigkeiten sehr entgegen. Es vermittelt auf seine Weise den Schrecken und das Entsetzen der Elf.
Vor allem wird der Unglaube der Elf angesprochen, der sich wie ein Refrain durch den Evangeliumstext durchzieht: Maria Magdalena hat den Herrn gesehen; sie glaubten nicht, Sie verkündet es den Trauernden und Weinenden; sie glauben nicht.
Die zwei Jünger von Emaus erfahren den Auferstandenen. Auch sie verkünden den anderen Jüngern; sie glaubten nicht. Wenigstens beim Brotbrechen gingen ihnen die Augen auf. Gehen uns heute beim Brotbrechen im Gottesdienst die Augen auf? Erkennen wir ihn heute, oder ist nur er bei uns und mit uns, aber wir sind nicht mit ihm?
Wenn sich Jesus den Elf zu erfahren gibt, ist das erste, was Jesus zu sagen hat der Tadel. Er tadelt sie wegen ihres Unglaubens und ihrer Herzenshärte, ihrer Verstocktheit, weil sie denen nicht glauben, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten.
Es sind genau diese Menschen, die trauern und weinen, die sich dann in ihrer Trauer einschliessen und abkapseln; sich durch keine von aussen kommende Botschaft in ihrer Trauer beirren lassen. Es sind genau diese Menschen, die Elf, die Jesus sendet.