Bündner Weltumsegler sitzen fest
Viele Länder auf dieser Welt haben die Grenzen geschlossen und sowohl einreisen, wie auch ausreisen ist zurzeit nicht möglich. Diese Massnahme verhindert die weitere Ausbreitung des Coronavirus und hat schon so manche Personen dazu gezwungen, die Ferien zu stornieren oder gar abzubrechen. Aber was tun, wenn man mit dem Schiff gerade auf Weltreise ist wie das Bündner Paar Angela Resch und Reto Valär?
Seit fünf Jahren segelt das Paar aus Trimmis mit ihrem Katamaran um die ganze Welt und geniesst ein freies Leben als Langzeitsegler. Laut Resch und Valär fühlt sich ihr freies Leben momentan jedoch alles andere als frei an und sie dürfen sich nur noch an Bord frei bewegen, denn seit neun Wochen ankern die Trimmiser in Malaysia und dürfen lediglich zum Einkaufen kurz an Land gehen. «Alleine joggen oder spazieren ist verboten, andernfalls würden wir mit Geldbussen oder gar Gefängnis bestraft», so Resch. Ihr fehle die Bewegung und sie sei froh, wenn sie immerhin zum Einkaufen einige Kilometer mit dem Velo fahren könne.
Rückreise wegen Schiff keine Option
Die Überlegung in die Schweiz zurückzukehren werde von den Trimmisern zwar laufend überprüft, aber da es schwierig sei im Lockdown einen Platz für das Schiff zu finden, blieb die Möglichkeit bisher nur eine Überlegung. Und mit dem Schiff zurück nach Europa? «Mit dem Katamaran von Malaysia ohne Halt um den Kap der Guten Hoffnung zurück nach Europa zu segeln, oder etwa durch das Rote Meer über den Suezkanal bis ins Mittelmeer, ist für uns unvorstellbar», sagt Valär. Das Paar habe keine Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. «Wir fühlen uns gesund, essen viel Rohkost und sind 50 und 54 Jahre alt. Ausserdem sind hier auf der Insel nur vier Personen positiv getestet worden und bereits wieder genesen», so das Paar.