Bündner Patienten sollen nicht bis Zürich oder Basel reisen müssen
Als Zentrumsspital der Südostschweiz gehört es dazu, dass auch im Kantonsspital Graubünden Patienten mit seltenen Krankheiten diagnostiziert und behandelt werden können. So gibt es bis zu 30 verschiedene Fachbereiche, die automatisch mit Patienten mit seltenen Krankheiten zu tun haben.
Die Seltenheit der einzelnen Erkrankungen kompliziert aber die Forschung und erschwert die Diagnose und medizinische Versorgung, wie das Bundesamt für Gesundheit schreibt. Auch im Kantonsspital Graubünden gibt es mehrere Fälle pro Jahr. Deshalb sei manchmal eine Expertise von Zentren nötig, die solche Patienten häufiger antreffen, sagt Thomas Fehr, Chefarzt und Departementsleiter Innere Medizin. «Die Zusammenarbeit mit anderen Zentren und anderen Spitälern ist dabei das A und O.»
In der Schweiz und in Europa gilt eine Krankheit als selten, wenn sie höchstens fünf von 10’000 Personen betrifft. So definiert das Bundesamt für Gesundheit die Häufigkeit von seltenen Krankheiten. Die Zahl der von einer einzelnen Krankheit betroffenen Menschen ist zwar tief, da es aber 7000 bis 8000 solcher Krankheiten gibt, dürften rund sieben Prozent der Bevölkerung betroffen sein.