«Blockierte Klimapolitik» in Graubünden
Auf einer Skala von 1,0 bis 5,0 Punkten erreicht der Kanton Graubünden lediglich deren 2,4 und liegt damit auf der untersten der vier Bewertungsstufen. Insgesamt wurden sechs Faktoren bewertet. Bei der finanziellen Förderung erreicht Graubünden die Höchstpunktzahl. Abgesehen davon lässt die Klimafreundlicheit bei Gebäudesanierungen anscheinend zu wünschen übrig.
Das Ranking besteht aus folgenden sechs Kriterien:
- Kantonale Klima-Ziele
- Vorschriften zur Energieeffizienz
- Vorschriften erneuerbare Energien
- Vorschriften Elektroheizungen
- Finanzielle Förderung
- Energieplanung der Gemeinden
Nimmt man klimapolitische Themen in Graubünden auf die leichte Schulter? Wie lässt sich das schlechte Fazit des WWF erklären? Erich Büsser, Amtsleiter Energie und Verkehr nimmt Stellung dazu:
Kennen Sie die Zahlen des WWF-Ratings? Was sagen Sie dazu?
Wir kennen diese Zahlen, wir haben die Studie erhalten und studiert. Wichtig zu erwähnen ist, dass die Studie vielmehr auf Indikatoren als auf Zahlen basiert. Diese Indikatoren beurteilen die gesetzlichen Anforderungen. Einzig beim Förderprogramm wird mit effektiven Zahlen gerechnet. Deshalb sind wir der Meinung, dass nur ein Teil der Aktivitäten abgebildet wurde. Einzelne Indikatoren sollten durchaus hinterfragt werden. Man kann aber klar feststellen, dass Handlungsbedarf besteht, damit der Kanton die Energie- und Klimaziele erreicht.