«Bitte nicht in der Salatschüssel meiner Kühe»
Wer am Sackberg Landwirtschaft betreibt, muss Geduld haben. Die Wiesen der Alp liegen an der Strasse auf die Schwammhöhe, Velofahrer und Wanderer bewegen sich auf Wegen über das Land. «Wir sind hier in einem Naherholungsgebiet. Ich komme gut mit den Leuten aus, die sich hier bewegen», sagt Landwirt Rudolf Schmid.
Was aber zwischen dem vergangenen Freitagnachmittag und Samstagmorgen passiert ist, macht sogar ihn wütend: Im Schleipfen, wo im Frühling seine Kühe grasen sollen, hat jemand offensichtlich die Allrad-Fähigkeit seines Autos getestet. «Dafür braucht man sicher eine halbe Stunde», sagt Schmid, als er die vielen Reifenspuren im Gras betrachtet.
Die ganze Wiese ist von den Reifenspuren übersät, sie zerschneiden die Wiese. An manchen Orten ist das Gras nur niedergedrückt, in den steileren Hängen haben die Pneus das Gras aber samt Wurzel entfernt. Dort hat es jetzt nur noch braunen Dreck.
Der Bauer würde mit den Kühen nicht auf die Wiese
Auf der Wiese stampft Schmid mit einem Fuss auf. Nicht, weil er so wütend ist. Sondern weil er zeigen will, wie voll mit Wasser die Wiese ist: Das Gluckern ist deutlich hörbar. «Ich würde meine Kühe nie auf die Wiese lassen, wenn sie in diesem Zustand ist», sagt Schmid. Sie würden das Gras verletzen, wie es jetzt ein Autofahrer getan hat.