Bald liegen keine grossen Beeren mehr auf den Feldern
Lakota, oranger Knirps, Butternuss, Spaghetti, Halloween: Ursula Zindel vom Rüchi Hof in Trimmis zählt ein paar wenige der etwa 100 verschiedenen Kürbissorten auf, die sie und ihr Mann anbauen. «Vor allem der orange Knirps, der Halloween-Kürbis und der Butternuss-Kürbis sind sehr beliebt», erklärt Zindel gegenüber RSO-Reporterin Debora Lutz. «Der orange Knirps wegen seiner weichkochenden Schale, die man mitessen kann, der Halloween-Kürbis wegen seiner typischen grossen runden Form und der orangen Schale. Der Butternuss-Kürbis wegen des weichen, leicht zu schneidenden Fleisches.» In ihrem Hofladen verkaufen die Zindels ihre Kürbisse wie auch in den Landi-Filialen im Bündner Rheintal.
«Viele Tonnen» Kürbis seien es jeweils, die die Zindels und ihre fleissigen Helfer von August bis Oktober ernteten. «Ende April säen wir die Kürbisse aus, im Mai pflanzen wir zusätzlich Setzlinge. Ab Mitte August beginnt dann die Ernte», beschreibt Zindel das Kürbisjahr. Die Kürbisse seien etwas heikel, würden kalte Temperaturen aber auch zu viel Sonne nicht gut vertragen. Aber dennoch: «Pflanzenschutzmittel verwenden wir keines auf unserem Betrieb», so Zindel. Nach der Ernte wird jeder Kürbis einzeln gewaschen. Bislang wurde diese Arbeit auf dem Rüchi Hof immer von Hand gemacht: «Wir wuschen jeden Kürbis im Wasserbad mit einer Bürste.» Seit diesem Jahr können die Kürbisernte-Helfer auf wertvolle maschinelle Hilfe zählen. «Sie ist eine Erleichterung, diese Waschmaschine für die Kürbisse. Dennoch ist unsere Handarbeit nach wie vor unentbehrlich: Die besonders empfindlichen Kürbisse oder jene mit einer speziellen Form müssen wir noch immer von Hand waschen.» Die Maschine sei vor allem für runde, robuste Kürbisse geeignet, erklärt Zindel.