4 Jungforschende aus Glarus und Graubünden mit «hervorragend» ausgezeichnet
Ende April ging die 54. Ausgabe von «Schweizer Jugend forscht» über die Bühne. Aufgrund von COVID-19 musste sich das Team der Stiftung ihr ganzes Konzept umkrempeln. Anstatt einer Präsentation auf einer Bühne, hiess es für die 136 Jugendlichen, ihre Projekte per Video-Call zu präsentieren. Von den insgesamt 122 Projekten, erhielten 15 das Prädikat «gut», 63 «sehr gut» und 44 «hervorragend». Es wurden Bargeldpreise im Gesamtwert von rund 85'000 Franken vergeben.
Bündnerin taucht ab
Ein Sonderpreis geht auch an die Engadinerin Anna Sidonia Marugg. In der Fachgruppe «Biologie/Umwelt» konnte sie mit ihrem Projekt «Erstnachweis von Mikroplastik in den Gewässern des Oberengadins» die Jury überzeugen. Wie sie in ihrem Präsentationsvideo erzählt, kam die Idee aus einer SRF-Dokumentation. Sie sammelte mit einer LADI-Trawl-Eigenkonstruktion Proben in verschiedenen Gewässern im Oberengadin, wo zuvor noch keine Daten über Mikrokunststoffe verfügbar waren. Sie richtete acht verschiedene Sammelstellen ein und konnte von allen Mikroplastiken sammeln. An allen acht Standorten wurde Plastik von insgesamt 22 Plastikarten nachgewiesen. Diese analysierte sie dann anhand weiterer Parameter wie Grösse der gesammelten Stücke, Häufigkeit des Vorkommens, Entfernung der Probenstelle zur Wasserquelle, Bevölkerungsdichte oder Landnutzung für Sport- und Freizeitgebiete in der Nähe der Probenstelle.