Regen vermiest die Bilanz am Blues'n'Jazz
Mit dem Konzert von Züri West erreichte das Blues'n'Jazz 2017 in Rapperswil am Samstagabend seinen Höhepunkt. Zum ersten Mal am diesjährigen Festival war der Fischmarktplatz bis zuhinterst gefüllt. Die Berner Urgesteine von Züri West rockten im Schnellzugstempo und ohne Verschnaufpause durch ihre in der Mehrzahl neueren Songs.Als «Desserts» gabs zum Schluss die Überhits «I schänke dir mirs Härz» und «I ha di ghärn gha». Die Menge liess sich anstecken und sang mit. «Dir sit e schöns Publikum», lobte Mundart-Troubador Kuno Lauener. Und gab als dritte Zugabe noch den zum Mundartsong gewandelten Bob-Dylan-Trennschmerz-Klassiker Don't Think Twice it's alright («Chumm, mir wei nid grüble») zum Besten.
Rund 15 000 Besucher reichen nicht
«Die Künstler, die da waren, haben sich zu Rapperswil-Jona als Stadt und zum blues’n’jazz und seinem Publikum begeistert geäussert. Dieser Begeisterung möchten wir uns als Festivalleitung anschliessen», schreiben die Organisatoren. 7500 Fans kamen laut Organisatoren am Samstag ans Blues'n'Jazz. Und blieben fast weitgehend trocken. Am verregneten Freitag waren es nur 5100, die mit Popa Chubby und Bob Geldof mitgroovten. Jan Delay lockte an der Opening Night am Donnerstag 2800 Fans an. Das Konzert bliebt weitgehend trocken. Der Regen am frühen Abend hatte aber offensichtlich viele Spontanbesucher abgeschreckt.
So fällt denn auch die erste finanzielle Bilanz trüb aus. Die Zuschauerzahlen reichten laut der Carré Event AG nicht für eine ausgeglichene Rechnung. «Das blues’n‘jazz 2017 wird einen Verlust in noch unbekannter Höhe hinnehmen müssen.»