Glarner Kantonspolizei warnt vor neuer Telefonbetrugsmasche
Falsche Polizisten versuchen, an persönliche Daten zu kommen: Das Zentralschweizer Polizeikonkordat schlägt in einer Medienmitteilung Alarm, nachdem es mehrere Meldungen zu telefonischen Betrugsversuchen erhalten hat.
Diese Cyberkriminellen machen auch von der Kantonsgrenze zu Glarus nicht halt: «Eine erste Meldung ist auch bei uns eingegangen», sagt Daniel Menzi, der Mediensprecher der Kantonspolizei Glarus. Deshalb warnt Menzi: «Vorsicht vor englischsprachigen Bandansagen.»
Computerstimme täuscht Anruf der Polizei vor
Eine englischsprachige Computerstimme täuscht nämlich vor, dass der Anruf von der Polizei stammt. Dem Angerufenen wird mitgeteilt, dass ein Problem besteht und er dringend handeln muss. Schliesslich wird er aufgefordert, auf seinem Telefon eine Ziffer zu wählen. «Spätestens jetzt sollte der Angerufene auflegen», sagt Menzi. Ansonsten laufe er Gefahr, mit einer Person verbunden zu werden.
«Diese Person gibt sich dann persönlich als ‹Police Officer› oder Mitarbeiter von Interpol oder Europol aus und versucht, mit einer frei erfundenen Geschichte an sensible und persönliche Daten des Angerufenen zu kommen», sagt Menzi. Angeblich sei das Bankkonto nicht sicher, man ermittle gegen Straftäter. Verweigert die Angerufene eine Zusammenarbeit, wird mit Haft gedroht.
Seien Sie misstrauisch. Beenden Sie bei Bandansagen den Kontakt. Drücken Sie keine Ziffer und geben Sie keine persönlichen Daten bekannt.»
Daniel Menzi, Kantonspolizei Glarus
Die so ergaunerten Daten nutzen die Cyberkriminellen, um schliesslich an das Geld der Angerufenen zu kommen, beispielsweise, indem sie sich in ihr Bankkonto einloggen und das Geld auf ihr eigenes Konto überweisen. Cyberkriminelle schrecken auch davor nicht zurück, im Namen der anderen Person mit deren Kreditkarte einzukaufen oder gar Kredite aufzunehmen. Durch das Drücken der vorgegebenen Ziffer kann aber auch eine kostspielige Telefonverbindung aufgebaut werden, erklärt das Zentralschweizer Polizeikonkordat.