Stadtrat stärkt Stimme der Stadtforums
Welche Rolle soll das Stadtforum von Rapperswil-Jona künftig einnehmen? Welche Kompetenzen erhalten die Mitglieder und in welcher Form kann sich der Stadtrat einbringen? Diese Fragen standen im Zentrum eines Workshops vom letzten Juni. Die Erkenntnisse daraus präsentierten Stadtrat Kurt Kälin und Stadtpräsident Martin Stöckling gestern den Medien. «Nach über zehn Jahren Stadtforum schien es uns an der Zeit, zu fragen, was gut läuft und was nicht», eröffnete Stöckling die Medienkonferenz. Bereits am Donnerstag hatten die Mitglieder unter Ausschluss der Medien an ihrer Sitzung über die künftige Form des Stadtforums diskutiert.
Fazit: In Zukunft soll das Stadtforum dem Stadtrat noch stärker als Indikator bei wichtigen Themen dienen. «Sind wir auf dem richtigen Weg? Das Stadtforum kann uns helfen, diese Frage bei den unterschiedlichsten Projekten zu beantworten – und zwar frühzeitig», hofft der Stadtpräsident. «Die Diskussionen im Forum liefern uns ein Stimmungsbild.»
Mehr «relevante Themen»
Zwei Einschränkungen lieferte Stöckling gestern gleich mit zu seiner Vision: Erstens soll das Forum künftig noch stärker ein Stadt- und nicht ein Quartierforum werden. Will heissen: Die Forumsmitglieder sollen über relevante Themen diskutieren. «Natürlich kann es auch einmal um eine Einbahnstrasse in einem Quartier gehen», räumt Stöckling ein. Aber im Grossen und Ganzen wolle man nicht bei solchen Fragen verharren. Um die grossen Linien zu garantieren, sieht der Stadtrat vor, dass neu die Mitglieder zwar selber Themen setzen können, diese jedoch aus dem Legislaturprogramm stammen müssen. Damit wolle der Rat sicher stellen, dass Fragen diskutiert würden, welche für die aktuelle Finanzplanung ausschlaggebend seien. «Wir wollen Diskussionen über relevante Themen», erklärte Stöckling. Und: «Diskussionen über bereits laufende Projekte sind nicht zielführend.» Basis für das Themensetting sei jeweils das Heft zur Bürgerversammlung vom Dezember.