So geschehen etwa in den Fraktionen der Gemeinde Tujetsch zwischen Disentis und dem Oberalppass. Dort lebt Susanne Deflorin, die «suedostschweiz.ch» erzählt hat, wie diese Tage im Dorf waren. Zunächst habe es bei ihnen nicht einfach geschneit, sondern ziemlich stark gestürmt, erzählt Deflorin, «darum kann man auch nicht allzu genau sagen, wie viel Schnee insgesamt gefallen ist aber so 1 bis 1,2 Meter liegen jetzt schon.»
Zeitweise war Tujetsch komplett von der Aussenwelt abgeschnitten, auch nach Disentis zu gelangen war unmöglich. «Völlig isoliert waren wir aber nicht im Sinne ‹nicht einmal aus dem Haus› können. Im Alltag waren wir nicht allzu sehr behindert», erläutert Deflorin. Einkaufen sei zum Beispiel kein Problem gewesen. Das Sortiment sei vielleicht mit der Zeit nicht mehr ganz so gross gewesen, aber «wenn man nicht in der Nähe von grösseren Orten zu Hause ist, hat man einen gewissen Vorrat und nicht allzu grosse Ansprüche.»
Das mühsamste an der Situation sei denn auch weder der Sturm, noch das Abgeschnitten-sein gewesen, sondern, dass man den Schnee ums Haus herum immer und immer wieder räumen musste. Am anderen Ende der Gefühlsskala figuriert dann nach dem Sturm das Wetter: «nach einem solchen Sturm gibt es meist wunderbares, sonniges Winterwetter.»