Schwarzfahren in der Schweiz: Eine Million Vorfälle, aber positive Ausnahmen in Chur
Die Zahl der Schwarzfahrenden steigt Jahr für Jahr. 2022 wurden 821'000 Fälle registriert, 2023 waren es 919'000 und im vergangenen Jahr wurde die Millionengrenze überschritten. Das teilt Alliance Swisspass mit, ein Unternehmen, das verschiedene Mobilitätsdienste in der Schweiz digital vereint. Das bedeutet einen Anstieg von etwa zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Alliance Swisspass weist jedoch darauf hin, dass auch die Zahl der Reisenden in den vergangenen Jahren zugenommen hat.
Dunkle Zahlen trotz Schwarzfahrerregister
Seit 2019 gibt es in der Schweiz das Schwarzfahrerregister, das dazu beiträgt, Reisende ohne gültige Fahrscheine schneller zu identifizieren und die Praxis im ganzen Land zu vereinheitlichen. Personen, die ohne gültiges Ticket erwischt werden, landen dort. Der Vorfall wird nach zwei Jahren, solange kein weiterer Vorfall eintritt, wieder gelöscht.
Viele der Zug- und Busfahrgäste, die ohne gültigen Fahrausweis unterwegs sind, bleiben unentdeckt. Das führe zu erheblichen Einnahmeverlusten. Alliance SwissPass schätzt die Dunkelziffer als sehr hoch ein. Reisende ohne oder mit teilgültigem Fahrausweis könnten die Branche – und damit die Steuerzahler – jedes Jahr rund 200 Millionen Franken kosten, so die Medienstelle.
Während schweizweit die Zahl der Fahrten ohne gültiges Ticket steigen, scheint der Trend in Graubünden weniger drastisch zu sein. Das ergab eine Umfrage dieser Zeitung bei den Verkehrsunternehmen.