Traditionelle Schuhmacherei gewinnt 40’000 Franken
Die Schweizer Berghilfe verleiht bereits zum elften Mal den Prix Montagne an Projekte, die zur wirtschaftlichen Förderung der Schweizer Bergregionen beitragen. Jetzt konnte sich die Schuhmacherei New Rada den Gewinn durch ihre Bemühungen sichern, Arbeitsplätze in den Südtälern zu schaffen und gleichzeitig einen nachhaltigen Umgang mit Schuhen zu fördern. Am Freitag vor einer Woche wurde dem fünfköpfigen Team aus Graubünden in Bern der Preis überreicht. Orlando Rada, der den Familienbetrieb seit 30 Jahren zusammen mit seiner Frau Leonia führt, zeigte sich überwältigt von der Auszeichnung: «Das ist der absolute Wahnsinn.»
Zwei Standorte
Die Schuhmacherei hat zwei Standorte. In Pontresina befindet sich das Fachgeschäft, in Le Prese der Hauptstandort für Schuhreparaturen. In der kleinen Werkstatt am Lago di Poschiavo werden jährlich etwa 3000 Paar Bergschuhe und Kletterfinken repariert. Diese kommen jeweils per Paket mit der Post an. «Am Morgen öffne ich zuallererst die Pakete und sehe mir an, was die Kunden genau haben möchten.»
Radio Südostschweiz war zu Besuch in der Werkstatt:
Radio Südostschweiz war zu Besuch in der Werkstatt:
Ein Beruf mit Familientradition
Der Betrieb hat sich insbesondere auf die Reparatur von Bergschuhen spezialisiert – eine bewusste Entscheidung, da Orlando Rada selbst in den Bergen aufgewachsen ist. Früher habe er im Sommer als Hirte auf der Alp gearbeitet und seine Freizeit mit Wandern und Bergsteigen verbracht. «Die Berge waren immer ein Teil meines Lebens», betont Rada. In den Bergen habe er gelernt, was ein gutes Paar Bergschuhe ausmache, und es mache ihn stolz, den Schuhen seiner Kunden ein zweites Leben zu geben.