Schreiben die Schweizerinnen ein weiteres Märchen?
Die Schweizer Unihockey Nationalmannschaft der Frauen startet am kommenden Samstag gegen Tschechien ins nächste WM-Abenteuer. Nationaltrainer Rolf Kern will dort anknüpfen, wo das letzte Abenteuer – die WM in Neuenburg mit dem Gewinn der Silbermedaille – aufgehört hat. «Die Winner-Mentalität, die wir an der Heim-WM an den Tag gelegt haben, nehmen wir an diese WM mit. Wir werden mit diesem gestärkten Selbstvertrauen auftreten», so Kern im Interview mit dem Verband Swiss Unihockey.
Rückblende zur WM 2019 in Neuenburg
Zweimal rettete sich die Schweiz 2019 in extremis kurz vor Schluss. Im Halbfinale gegen Tschechien lag die Schweiz mit 1:6 zurück und drehte die Partie mit einer Aufholjagd, die 8:23 Minuten vor Schluss begann. In der Verlängerung sorgte Michelle Wiki für den Sieg. Im Finale gegen Schweden hielt die Schweiz die Partie bis zum Ende ausgeglichen. Nur mit 1:2 lag die Schweiz zurück, ehe die Churerin Corin Rüttimann 8 Sekunden vor Schluss zum Ausgleich traf. In der Verlängerung glückte dann den Schwedinnen der Treffer zum Weltmeistertitel.
Wiederholt sich das Unihockeymärchen von Neuenburg im schwedischen Uppsala? Stefan Salzmann, Sportredaktor der Südostschweiz und Unihockeyexperte, schätzt die Chancen der Schweizerinnen ein.
Die Erfahrungen der WM 2019, und insbesondere der Final gegen Schweden, sei mental «eine schöne Sache», viel mehr aber auch nicht, meint Salzmann. Die jüngsten Vorbereitungsspiele gegen Schweden hätten die Verhältnisse klar aufgezeigt – zuungunsten der Schweiz. Für die Schweiz spreche die Konstellation. Läuft alles nach Plan, treffen die Schweizerinnen erst im Finale wieder auf Schweden.