«Holästei» will die erste Rooftop-Bar im Kanton Glarus eröffnen
Simone Nüesch und Jonas Leuzinger steigen die klapprige Estrichtreppe hoch und über eine Schwelle ins Freie. Momentan sieht die Terrasse des Kulturzentrums «Holästei» in Glarus noch etwas verwahrlost aus: In einem Blumenkasten wuchern die Himbeeren, an die Wand angelehnt stehen ein kaputter Stehtisch und zwei vergilbte Liegestühle. Die beiden Geschäftsführenden möchten schon ab September den neuen Aussenbereich und damit die erste Rooftop-Bar im Kanton eröffnen, wenn alles nach Plan läuft.
Freier Blick auf die Bergwelt
Künftig sollen bis zu 50 Gäste einen Kaffee oder einen Drink mitten im Grünen geniessen. «Auf der Terrasse hat man freien Blick auf die Linth, den Tödi und die Ennetberge», erzählt Jonas Leuzinger. Bis zur fertigen Vision fehlen noch rund 50'000 Franken, einige Umbauten am Gebäude und Gartenmöbel. «Die Gestaltung der Terrasse soll im Bohemian-Chic gehalten sein. Etwas, das man im Glarnerland so noch nicht kennt», erklärt Simone Nüesch.
Sie läuft um den gemauerten Aufgang herum und erklärt, welche verschiedenen Sitzbereiche geplant sind: Hängesessel, eine lange Tafel, Bodenkissen und Tischli direkt am Geländer. «Das wird sicher mein Lieblingsplatz werden», so Nüesch. Zwei Bauprofile stehen auf kleinen Betonsockeln. «Wenn das Geld reicht, würden wir noch eine überdachte Outdoorküche bauen», sagt Nüesch. Grosse Sonnenschirme sollen Schatten spenden. Das Buffet wird im Estrich des angrenzenden Hauses untergebracht, wofür ein Durchbruch gemacht werden muss. Die grössten Kostenpunkte stellen die neue Treppe, die Outdoorküche und das Geländer dar.
«Sunnägartä» als Stütze
Leuzinger und Nüesch sind sich einig: Die geplante Terrasse oder der «Sunnägartä», wie sie das Projekt getauft haben, sei eine wichtige Stütze für die Zukunft des Kulturzentrums. Bei schönem Wetter könnten sie die Öffnungszeiten von Mittwoch bis Sonntag ausdehnen und demnach zum Beispiel auch Familien anlocken. An Wochentagen soll die Terrasse von 16 bis 23 Uhr, am Wochenende bis 24 Uhr geöffnet sein. «Möglich wären auch Bastelnachmittage für Kinder, Comedy-Auftritte, Akustik-Konzerte oder ein Dayrave», so Leuzinger.