Quellrock Open Air findet nicht statt, andere Bündner Festivals warten ab
Das Quellrock Open Air findet dieses Jahr erneut nicht statt. Das teilten die Organisatoren am Montag mit. Die Enttäuschung beim OK des Bad Ragazer Festivals sei riesig, heisst es. Mögliche Schutzkonzepte seien geprüft worden, Ressourcen und Finanzen geklärt und mit Partner und Behörden nach Lösungen gesucht worden.
Anfang Februar wandte sich das OK sogar an den Bundesrat und bat um einen möglichen Fahrplan für Grossanlässe im Sommer. «Bis heute fehlt leider ein solcher Fahrplan und es ist für die Ragazer Macher unmöglich, das Festival unter diesen Umständen zu planen», schrieb das OK.
Auch das Gurtenfestival und das Openair St. Gallen werden dieses Jahr nicht stattfinden. Beide Veranstalter begründen ihren Entscheid wie auch das Quellrock Open Air mit fehlender Planungssicherheit. Ihre Forderung an die Politik: «Bietet der Kulturbranche und der Bevölkerung eine Perspektive.» Kapazitäten, Rahmenbedingungen und Schutzmassnahmen müssten geklärt werden, damit in diesem Sommer und Herbst so viele Anlässe wie möglich stattfinden könnten.
Wie Quellrock-OK-Präsident Andy Hartmann auf Nachfrage von Radio Südostschweiz sagte, ist es aus logistischen Gründen nicht möglich, Infrastruktur für Schnelltests oder das Scannen von Impfpässen bereitzustellen. Und: «Mit weniger Leuten würde es finanziell nicht mehr rentieren.»
Die Verantwortlichen wollen in den nächsten Tagen mit den Bands Kontakt aufnehmen. «Wir können vermutlich jeder Schweizer Band proaktiv eine Ausfallentschädigung auszahlen», sagte Hartmann. Das Ziel: Das Festival im Sommer 2022 mit dem gleichen Programm durchzuführen. Es würden zudem Gespräche mit den Bündner Behörden laufen, um finanzielle Aufwendungen und Verpflichtungen decken zu können.