Rhätische Bahn veranstaltete Projektwettbewerb um Kunstbauten
Im Rahmen der Neutrassierung wird die Zuglinie ab Fideris gegen Süden verlegt. Anschliessend verläuft sie ab der heutigen Station Fideris durch den neuen Fiderisertunnel und über eine 200 Meter lange Brücke. Um auf der weiteren Strecke Richtung Küblis die Hochwassersicherheit zu gewährleisten, sind am Arieschbach und an der Landquart neue Brücken nötig. Insgesamt sind auf dem gesamten Abschnitt zwischen Äuli und Dalvazza, der 750 Meter lang ist, sieben Brücken erforderlich.
Projektwettkampf zur Projektierung
Zur Projektierung der neuen Kunstbauten auf dem Abschnitt zwischen Äuli und Dalvazza führte die Rhätische Bahn (RhB) einen Projektwettbewerb durch. Sie ist die federführende Auftraggeberin der Bauherrschaft. Diese besteht aus dem Tiefbauamt Graubünden, dem Bundesamt für Strassen und der RhB. Bei seinem Vortrag über die Präsentation der Jurywertung sagte Karl Baumann, Leiter Kunstbauten bei der RhB: «Die Durchführung eines solchen Wettbewerbs ist ein oft genutztes Instrument, die Qualität eines Projektes durch Konkurrenz zu steigern.»
Vier Projekte auf hohem Niveau
«Es sind zwar lediglich vier Projekte eingereicht worden», so Baumann, «die jedoch alle auf einem sehr hohen Niveau waren.» Es wurden Projekte mit den Namen Freier Fluss, Slap Shot, Überdüür und Strahlegg eingereicht. Dabei würden sich die Ansätze deutlich voneinander unterscheiden. Zwei Teams, die von Slap Shot und Überdüür, wählten Stahlbrücken, während die anderen beiden sich für Betonbrücken entschieden. Für den Hauptteil, die RhB-Brücke Äuli, betragen die Brückenlängen zwischen 189 und 234 Meter. Die Spannweiten schwanken zwischen 25 bis 50 Metern. Der Abschnitt zwischen Arieschbach und der Überquerung der Landquart auf Seite Küblis wurde ebenso unterschiedlich gelöst. Drei von vier Teams aus Projektierenden planten eine 150 Meter breite und acht Meter hohe Stützmauer. Das Siegerteam wählte einen anderen Ansatz: Es verband die beiden kürzeren Brücken zu einer, stellte das Brückenwerk durchgehend auf Stützen und konnte somit auf die Stützmauer verzichten.