Die Ausgangstipps von Harry Hustler
Als Mensch, der weder besonders gerne noch oft shoppen geht, bin ich so kurz vor Weihnachten jeweils überrascht, wie viele tolle Dinge es zu kaufen gibt. Eigentlich dachte ich ja, dass ich nach zwei Stunden Einkaufsbummel erschöpft sein würde. Aber nein, dann fängt der Kaufrausch erst richtig an. Plötzlich sieht man überall Dinge, die perfekt zu dieser Nichte oder jenem Onkel passen. Erst zuhause merkt man dann, dass die Idee so brillant nicht war.
Deshalb gehen viele Menschen das Geschenkekaufen anders an. Will heissen, sie fragen erst, was man sich wünscht. Meine Mutter zum Beispiel macht das so. Doch bei ihr bin ich jeweils nicht sicher, ob sie das wirklich wissen will oder ob es nicht eher ein Vorwand ist, mich mal wieder anzurufen und zu kritisieren. Denn egal, was ich sage, sie hinterfragt meinen Wunsch sofort und hat viel bessere Ideen, was ich benötige. Deshalb besitze ich beispielsweise ein Bügeleisen, ein Caquelon sowie einen Handstaubsauger, obwohl ich diese Dinge höchstens einmal im Jahr hervorhole.
Dieser Moment ist meist Weihnachten. Denn das Hemd soll an Heiligabend ja glatt sein, und auf Fondue verzichte ich auch ungern. Für diesen Moment kaufe ich auch Geschenke. Allerdings vornehmlich, um selbst welche zu bekommen – auch wenn alle glauben, dass schenken glücklicher macht als beschenkt zu werden. Das gilt höchstens für die Geschenke meiner Mutter. Doch dieses Jahr bin ich vorbereitet. Auf meinem Einkaufsbummel bin ich nämlich auf eine Cupcake-Maschine gestossen, die ich sofort kaufen musste, weil sie meine Mutter garantiert nie benutzen wird – ausser vielleicht an Weihnachten.