Piz Buin: Vom Gipfel des Silvretta-Kamm zum weltbekannten Sonnenschutz
Wer bei Google nach «Piz Buin» sucht, erhält ein kunterbuntes Durcheinander an Ergebnissen. Berichte über Gipfelbesteigungen wechseln sich ab mit Produkthinweise zu einer Sonnencreme. Und auch Hotels mit diesem Namen empfehlen sich als heimeliges Zuhause für Feriengäste. Doch der Reihe nach.
3312 Meter hoch ist der Gipfel des Piz Buins. Genauer gesagt des grossen Piz Buins, auf Romanisch «Piz Buin Grond». Rund 500 Meter Luftlinie entfernt befindet sich der kleine Bruder, auch bekannt als «Piz Buin Pitschen». Die Berge gehören zum Silvretta-Hauptkamm und sind somit Teil der schweizerisch-österreichischen Grenze. Und so gilt der Piz Buin Grond als höchste Erhebung des Bundeslandes Vorarlberg. Doch seine Bekanntheit sollte er wegen eines anderen Grundes erhalten.
Wichtige Jahreszahlen
Und hier kommen drei Jahreszahlen ins Spiel:
- 1865 wurde der Gipfel zum ersten Mal bestiegen – zufälligerweise fand am genau gleichen Tag auch die Erstbesteigung des Matterhorns statt.
- 1938 bestieg der österreichische Chemiestudent Franz Greiter den Berg. Er zog sich dabei aber einen schweren Sonnenbrand zu.
- 1946 tüftelte der inzwischen promovierte Chemiker zusammen mit seiner Frau Marga – einer Kosmetikerin – an einer Creme, die solche Sonnenbrände verhindern sollte. Sie brachten eine «Gletschercreme» heraus und tauften das Produkt – wie könnte es anders sein – «Piz Buin».