Nicht nur ein Ort der Genesung
Vor rund 80 Jahren ist das Kantonsspital Graubünden gegründet worden. Damals wurde ein Brunnenmosaik von Turo Bedretti für den Haupteingang erstellt. Kunst und Bau waren seitdem bedeutend für das Spital. Auch im neuen Hauptgebäude, welches dieses Jahr eröffnet wurde, sind wieder künstlerische Werke zu finden, wie es in einer Mitteilung heisst. Mittels eines Wettbewerbs wurden drei Projekte auserkoren. Dadurch sei Kunst entstanden, die inspiriere, Fragen stelle, zum Nachdenken und zur Diskussion anrege und einfach Freude mache.
Eines der Werke stammt vom Bündner Künstler Not Vital. Er erschuf das Werk «SCARCH» für den neuen Spitalplatz vor dem Haupteingang. Wie es weiter heisst, ist dies eine Skulptur, welche wie die Nummer acht aussieht. «SCARCH» könne über eine Treppe bestiegen und über eine andere verlassen werden. Symbolisch stehe dies für eine kranke oder verletzte Person, welche das Spital über einen Weg betritt und als Gesunder über einen anderen Weg wieder verlässt. Auch gelte die Acht in vielen Kulturen als Glückssymbol.
Das zweite Werk, welches im neuen Hauptgebäude Platz gefunden hat, ist das «Prima Cucina» von Zilla Leutenegger. Im Restaurant H befindet sich das Wandbild und das Deckenbild. Laut Mitteilung fliessen in diesem Werk viele künstlerische Elemente aus Leuteneggers Schaffen zusammen.
Zu einem die Techniken von Sgraffiti und Monotypie, welche an die Sgrafitti-Häuser des Engadins erinnern. Zum anderen drei Dialampen, die Lichteffekte ins Bild projizieren und für einen Überraschungseffekt sorgen. Durch die Lichteinflüsse sehe es beispielsweise aus, als ob einem Kochtopf Dampf entweicht oder eine rote Lampe über dem Tisch an und aus gehe. Das Werk solle aber in erster Linie vor allem ein Loblied an die Küche sein, welche die Gäste erwartet.