Nebst Mammutprojekt weitere Vorhaben gestemmt
Neben dem statuarischen Geschäft bot der Abend natürlich Kultur. Carla Burani, Direktorin des Kirchner Museums, führte die Gäste persönlich durch die Ausstellung «Theater des Überlebens. Martin Disler – Die späten Jahre».In imposanter Kulisse von grossflächigen und farbintensiven Werken des Schweizer Malers und Bildhauers Martin Disler führte das Vereinspräsidium mit Anka Topp und Christof Hegi durch die Sitzung. Vor vier Jahren gründeten engagierte Kulturmachende die Kulturallianz mit dem Ziel, die Region Davos Klosters kulturell weiterzuentwickeln. Derweil verzeichnet der Verein rund 20 institutionelle sowie 50 Einzel- und Paarmitgliedschaften und konnte zuletzt seine Fühler auch im Prättigau weiter ausstrecken: Die Kulturkommission Prättigau ist das jüngste Mitglied.
«Geburtshilfe» in Davos
Die Kulturallianz als ein Zusammenschluss von Kulturinstitutionen, Kulturschaffenden und Kulturinteressierten verfolgt mit ihrer Arbeit vier Ziele: 1. mehr Raum für Kultur schaffen, 2. vernetzen, austauschen, koordinieren 3. Kultur sichtbar machen und 4. gemeinsame Anliegen vertreten. Anhand dieser Positionen führte Präsidentin Anka Topp den Jahresbericht 2020 aus: «Das letzte Jahr war bestimmt vom Davoser Mammutprojekt Kulturplatz Davos. Fast geschlossen engagiert sich unser Vorstand seit August letzten Jahres zeitgleich auch als Gründungsvorstand im neuen Verein Kulturplatz Davos. Diese Aufgabe ist gemäss Statuten festgelegt bis 31. Dezember 2021. Viel Aufbauarbeit wurde geleistet und der Kulturplatz konnte Anfang des Jahres gut vorbereitet in die Hände zweier hauptamtlicher Mitarbeiterinnen übergeben werden.» Die Entstehungsgeschichte des neuen Kulturzentrums am Arkadenplatz ist lang, Anka Topp beschränkte sich aber auf das Wichtigste: «Die Geburtshilfe war aufregend in vielerlei Hinsicht, aber gemeinsam haben wir einen Weg verfolgt, dessen Ziel uns nun stolz macht: Davos hat einen eigenen Kulturort mit Haus, Programm und vielen Engagierten und Helfenden.»