Mehr Cyberkriminalität im Kanton
Im Kanton Graubünden sind im vergangenen Jahr 9165 Straftaten erfasst worden. Das sind 339 mehr als im Vorjahr, wie die Kantonspolizei Graubünden in einer Mitteilung schreibt. Den grössten Teil machen die Straftaten gegen das Strafgesetzbuch aus, nämlich 6575 (Vorjahr 6531). Im Bereich der digitalen Kriminalität, die erstmals in der Statistik ausgewiesen wird, wurden 570 Straftaten begangen (Vorjahr 334). Davon betreffen 81,4 Prozent Cyber-Wirtschaftskriminalität, 15,1 Prozent Cyber-Sexualdelikte und 3,5 Prozent Cyber-Rufschädigung und unlauteres Verhalten.
Zunahme bei den Vermögensdelikten
Mit rund 62 Prozent bilden Vermögensdelikte den grössten Anteil der Straftaten nach Strafgesetzbuch. Von den 4092 Straftaten sind 40,0 Prozent Diebstahlsdelikte. 15,5 Prozent machen Fahrzeugdiebstähle aus und 14,6 Prozent betreffen Sachbeschädigungen. Die restlichen knapp 15 Prozent verteilen sich auf Betrug, Erpressung, Konkurs- und Betreibungsdelikte, Raub und Entreissdiebstahl.
Weniger Straftaten und eine hohe Aufklärungsrate
Erfreulich sei die Abnahme bei den Gewaltstraftaten heisst es weiter. Wurden im Vorjahr noch 689 Fälle registriert, waren es im Berichtsjahr noch 543. Insbesondere ging der Anteil schwerer angewandter Gewalt Straftaten zurück. Die meisten Gewaltdelikte entfallen auf Drohung, Tätlichkeit, einfache Körperverletzung, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie Nötigung. Die Fälle häuslicher Gewalt gingen von 254 auf 217 Fälle zurück, wovon gut die Hälfte auf aktuelle Paar- beziehungsweise partnerschaftliche Beziehungen entfallen. Von allen Gewaltstraftaten konnten 92 Prozent aufgeklärt werden.