Kürbisse, Kobolde und Klabautermänner
Manch einer mag sich die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, einen typisch amerikanischen Brauch auch bei uns zu feiern. Wie so oft ist unsere Konsumverhalten ein guter Indikator für die Akzeptanz Halloweens.
Masken, Kunstblut und Kostüme…
Die Churer Geschäfte machen durchaus positive Erfahrungen mit Halloween. Die Verkaufsfläche, die für Halloween zu Verfügung steht entspricht heute derjenigen der Fasnacht, wie Florian Hug, Warenhausdirektor des Manor Chur auf Anfrage erklärt. «Das Halloween-Geschäft boomt. Wir verzeichnen seit mehreren Jahren ein Umsatzwachstum mit Halloween-Produkten» erklärt Hug. Ähnlich klingt es bei Franz Carl Weber in Chur. Filialleiterin Christa Rohrer bestätigt ein Umsatzwachstum bei den Halloween-Produkten. In beiden Geschäften sind es vor allem Masken, Kostüme, Kunstblut oder Schminksachen, die über den Ladentisch gehen.
…aber vor allem eines: Süssigkeiten
Ein ähnliches Bild zeichnen die Detailhändler, wenn sie dem Halloween-Geschäft auch weniger Gewicht zukommen lassen. Bei Coop sind nebst den Kürbissen vermehrt auch Bekleidung und Zubehör für die Halloween-Party populär, erklärt Coop-Mediensprecherin Rebecca Veiga auf Anfrage. Die Migros Ostschweiz führt in den grösseren Filialen ein kleines Sortiment an Halloween-Artikeln. Es sind vor allem die Süssigkeiten-Verkäufe, anhand derer man bemerkt, dass es auf Halloween zugeht, wie Mediensprecher Andreas Bühler erklärt. Das haben auch Aldi und Lidl erkannt und passen ihr Sortiment auf Halloween entsprechend an. «Das diesjährige Angebot konzentrierte sich auf Spezialitäten und Süsswaren in schauriger Halloween-Aufmachung, beispielsweise Teigwaren in Kürbis-Form oder Gummibärchen in Augen- und Geisterformen», führt Philppe Vetterli von Aldi Suisse aus.