Warm einpacken, der Nebel kommt – auch in Graubünden?
Es ist Herbst: Ab Ende September sind die Nächte wieder länger als die Tage, und zu der längeren Dunkelheit kommt der Nebel, der den Tagen das Licht nimmt und sie düster macht. Doch wie entsteht Nebel eigentlich? Und wieso taucht er vor allem im Herbst auf? Roger Perret von «meteonews.ch» erklärt.
Wie entsteht Nebel?
Weil im Winterhalbjahr die Nächte länger sind als die Tage, kann sich der Erdboden in klaren, windschwachen Nächten länger abkühlen, indem er Wärme abstrahlt. Dabei steigt die relative Luftfeuchtigkeit, denn die kalte Luft kann weniger Wasserdampf aufnehmen als die warme.
Steigt die Luftfeuchtigkeit in der Nacht auf 100 Prozent, also auf den Taupunkt, kann sie keine weitere Feuchtigkeit mehr aufnehmen: Sie beginnt zu kondensieren. Vereinfacht gesagt, wird das Wasser in der Luft wieder sichtbar.
Zunächst bildet sich also Dunst: Dabei beträgt die Sichtweite noch mehr als einen Kilometer. Von Nebel spricht man, wenn die Sichtweite unter einen Kilometer sinkt. Diese Art von Nebel wird Strahlungsnebel genannt, es ist die mit Abstand häufigste Nebelform.
Was ist der Unterschied zwischen Nebel und Hochnebel?
Nebel, so Perret auf «meteonews.ch», beschreibt bodenaufliegende Feuchtigkeit – also eine Wolke am Boden. Eigentlich dasselbe, einfach in der Höhe, ist Hochnebel – also eine Nebelschicht, die vom Boden zumindest leicht abgehoben ist.
Der Abstand zum Erdboden kann dabei nur wenige Dutzend Meter, aber auch mehrere Hundert Meter sein. Die Nebelobergrenze beschreibt dabei den nicht selten scharfen Übergang von Grau zu Blau. Der Hochnebel ist typischerweise zwischen 100 bis 500 Meter dick.