50-köpfiges Orchester rockt mit Gotthard in Glarus
Im Landratssaal hat Landammann Benjamin Mühlemann Platz genommen. Links von ihm sitzt Regierungsrat Markus Heer. Das ist nicht aussergewöhnlich, wäre da an der gestrigen Medienkonferenz nicht noch einer, der nicht so recht ins Bild passt. Einer, der es aber auch weit gebracht hat. Einer, den Beni Thurnheer am «Benissimo»-Revival vor Hunderttausenden von Zuschauern «als Wurzel und Stamm der Rockband Gotthard» bezeichnete. Er meinte damit Gitarrist Leo Leoni. Einer, der sich nicht nur mit «Heaven» in die Herzen der Fans gespielt hat. Ein Song, von dem Jonny Tinner, Mitveranstalter des Sound of Glarus, sagt, dass er beim Zuhören jedes Mal Hühnerhaut bekomme.
Zuwachs für Stadt-Open-Air Sound of Glarus
«Sound of Glarus bekommt Zuwachs», leitet der Landammann die Medienkonferenz ein, um die Katze aus dem Sack zu lassen. Schon am 23. August, am Vorabend des Stadt-Open-Airs, werde auf dem Landsgemeindeplatz die Rockband Gotthard auftreten. Nicht etwa alleine, sondern im Einklang mit den «gotthardeigenen» Streicherinnen G-Strings und dem 50-köpfigen Zürcher Symphonieorchester Tifico, das zusätzliche Streicheleinheiten für die Ohren verteilt. Neuland nicht nur für Gotthard und das Orchester, sondern auch für die Veranstalter vom Sound of Glarus, die 60 Leute auf der Bühne unterbringen müssen. «Es reicht mir, wenn darauf meine Schuhe Platz haben», sagt Leonie scherzend, der sich jetzt schon auf den Auftritt «wahnsinnig freut», weil er die Glarner und ihr Land einfach möge. Und das ist nicht gelogen. Das spürt man ihm an.