Graubünden Wald schaut nach vorne
Fast eine Woche, nachdem die Sonderjagdinitiative mit 54 Prozent abgelehnt wurde, ist das Thema noch immer brandaktuell. So auch an der 15. Jahresversammlung von Graubünden Wald am IBW Bildungszentrum Wald in Maienfeld.
Josias Gasser, Grossrat und politischer Vertreter von Graubünden Wald, hat gestern in seiner Ansprache an der Generalversammlung Bezug zum Abstimmungsergebnis vom vergangenen Sonntag genommen. Die Bestandesreduktion sei ein Anliegen, das bereits lange vorhanden sei. Doch in der letzten Periode habe vor allem die Abschaffung der Sonderjagd im Vordergrund gestanden. «Das Ergebnis über die Sonderjagdinitiative von 54 Prozent Nein-Stimmen darf uns sicher gut stimmen», sagte Gasser. Er glaube, ein zu hohes Resultat von rund 60 Prozent oder mehr wäre falsch gewesen. «Denn dann würden alle sagen: Alles in bester Ordnung.»
«Es ist ausserdem wichtig und auch richtig, dass sich die im Wald tätigen Leute, beispielsweise Förster, aber auch Jäger, für dieses Nein eingesetzt haben», erklärte Gasser weiter und zitierte bei dieser Gelegenheit eine Aussage von Regierungsrat Mario Cavigelli gegenüber dieser Zeitung. Cavigelli sagte, nachdem das Abstimmungsergebnis klar war, dass das Jagdsystem weiterentwickelt und optimiert werden müsse, und zwar zusammen mit den Jägerinnen und Jägern. Gasser erklärte daraufhin: «Es ist unbestritten, dass aus dieser Situation wirklich etwas passiert.» Er sei überzeugt, dass jetzt die Gelegenheit wäre, weiterzumachen.
Ein blitzsauberes Ergebnis
Kantonsförster Reto Hefti ist in den letzten Jahren nicht immer einer Meinung mit Josias Gasser gewesen, wie er an diesem Vormittag selber sagte. Aber was Gasser Minuten zuvor vorgetragen habe, könne er untersteichen, so Hefti.