Crystal Award: Diese Stars reisen ans WEF nach Davos
Seit bald 30 Jahren ehrt das World Economic Forum (WEF) im Rahmen des Jahrestreffens in Davos jeweils Künstlerinnen und Künstler für ihr gesellschaftliches und ökologisches Engagement. Am Vorabend der offiziellen Eröffnung erhalten diese einen sogenannten Crystal Award überreicht. Die weissen Kristalle, die an die Davoser Winterlandschaft erinnern sollen, werden dabei vom Churer Familienunternehmen Membrini Kristall bereitgestellt. Zu den mittlerweile rund 100 Preisträgerinnen und Preisträgern vergangener Jahre zählen so illustre Namen wie beispielsweise U2-Frontmann Bono (2002), Bestseller-Autor Paulo Coelho (1999), Hollywood-Star Leonardo DiCaprio (2016), Popstar Shakira (2017) sowie Schauspielerin Charlize Theron (2013) – um nur einige zu nennen.
Wie das World Economic Forum am Montag bekannt gab, werden dieses Jahr der burkinisch-deutsche Architekt Diébédo Francis Kéré, die malaysische Schauspielerin Michelle Yeoh sowie der amerikanische Musiker Nile Rodgers mit einem Crystal Award ausgezeichnet. Die Preisverleihung durch Hilde Schwab, die in über 50 Jahren zusammen mit ihrem Mann Klaus das World Economic Forum aufgebaut hat, wird am kommenden Montagabend im Davoser Kongresszentrum über die Bühne gehen.
Ein Star-Architekt, eine Oscar-Gewinnerin und eine Musiklegende
Diébédo Francis Kéré wurde im Jahr 1965 im Dorf Gando in Burkina Faso geboren, er hat 13 Geschwister. Mit 20 Jahren führte ihn sein Weg nach Deutschland, wo er 1995 ein Architekturstudium an der Technischen Universität Berlin aufnahm. Bereits während des Studiums gründete er die Kéré Foundation, welche seither die Entwicklung im Gesundheits-, Bildungs- und Umweltbereich in seinem Heimatdorf vorantreibt. In der Folge realisierte er laut WEF-Mitteilung diverse Architekturprojekte in Gando – etwa für die Erweiterung einer Primarschule sowie den Bau eines Gymnasiums. Kéré widmet sich hauptsächlich sozial und ökologisch nachhaltigen Projekten in Entwicklungsländern, für die der 58-Jährige wiederholt ausgezeichnet wurde. 2022 unter anderem als erster Afrikaner überhaupt mit dem Pritzker-Preis, der als renommiertester Preis in der Architektur gilt. Kéré habe innovative Konstruktionsstrategien entwickelt, welche traditionelle Materialien und Techniken mit modernsten Baumethoden kombinierten, heisst es in der Mitteilung des WEF weiter.