Es weht wieder Kunstluft in Conters
Das Artists-in-residence-Programm von «Kunstluft», das im 2015 in Furna gestartet, im 2016 in Conters stattfand und im Jahr 2018 in der Gemeinde Luzein/St. Antönien/Partnun fortgesetzt wurde, ist vom 2. bis 24. Oktober wieder zu Gast in Conters.
Die Künstlerinnen und Künstler sind bis zum 24. Oktober am Werk und verpflichteten sich, an den Wochenenden vor Ort zu sein, damit Kunstinteressierte den Kunstpfad unter die Füsse nehmen, um sie zu besuchen. Der ausgeschilderte Weg ab Conters führt zum Epizentrum des Geschehens.
Keine Fremdmaterialien
Zwei Kernpunkte spielen eine tragende Rolle: Die Kunstschaffenden stammen hauptsächlich aus der Schweiz, ausgenommen davon ist eine Künstlerin aus Berlin, die sich im Nachhinein beworben hat. Zusätzlich hat sich die Organisatorin entschieden, sich dem Thema Landschaftskunst zu widmen. So sind alle Künstlerinnen und Künstler verpflichtet worden, keine Fremdmaterialien für die Entstehung ihrer Werke einzusetzen.
Der Biobauer Andrea Nold setzt sich mit Mahdresten – sogenannte Rückzugsstreifen für Lebensbedingungen von Heuschrecken, Käfern, Zikaden und Pflanzenwespen – auseinander und hat dafür verschiedene Kreise gemäht.
Sie stehen als Ergänzung zum Projekt «Do ut Des» von Irene Gazzillo, das im Maiensäss Hagel zur Ausführung gelangen wird.
Eva Ducret arbeitet in der «Alten Säge» oberhalb des Dorfes und erstellt aus gut gelagerten Schindeln Alpen-Pagoden (turmartiges Bauwerk), die an der Aussenwand der Säge präsentiert werden.
Gleich um die Ecke bei der Schwarzbachbrücke baut Moreno Rinaldi eine menschliche Skulptur aus Schwemmholz, die mit Salzpaste und Salzsteinen (für Wildtiere) ausmodelliert wird.
Susanne Ruoff aus Berlin hat sich mit einer ausgefallenen Idee beworben und den Zuschlag für ihr Projekt «Vom Himmel gefallen» erhalten. Wo sie die Sterne aus Ästen und Stroh platzieren wird, steht noch in den Sternen.