Ein Verein für Bündner Musik
Bündner Musik bekannter machen, vernetzen und in die Münder der national- vielleicht sogar internationalen Szene bringen. Das ist das Ziel des neu gegründeten Vereins «Graubünden Musik».
Präsident des Vereins ist der Musiker und Musikproduzent Sandro Dietrich aus Chur. Er sagt gegenüber Simon Lechmann von Radio Südostschweiz: «Das Projekt hat zum Ziel, dass die Bündner Musik wieder eine eigene Geschäftsstelle hat und dass die Bündner Musik nicht nur regional, sondern auch national und international gepusht wird.»
#gkb2020
Die Plattform kann sich momentan jedoch nicht alleine stemmen, obwohl das langfristig ein Ziel sei. «Die Plattform entstand in Verbindung mit den Feierlichkeiten 150 Jahre GKB. Zum Jubiläum werden verschiedene Teilprojekte unterstützt, eines davon ist Graubünden Musik.»
Die GKB hat für Euch so einiges geplant
Die Plattform www.graubuendenmusik.ch sei für jegliche Genres von Musik. Dietrich selbst ist in der Pop-Musik zu Hause, wie er gegenüber RSO sagt. «Ich als Präsident komme sicherlich aus der kommerziellen Musik, das ist klar. Das heisst aber nicht, dass ich nicht an anderen Stilrichtungen interessiert bin.»
Die Plattform soll Musiker vernetzen und sie zu gemeinsamen Projekten zusammenbringen. Die Band, das Orchester oder der Künstler melden sich auf der Plattform an und stellen sich dort vor, beispielsweise schon mit konkreten Gagenbeträgen. Anmelden kann sich jeder Musiker, egal ob bekannt oder nicht. Spezielle Voraussetzungen gebe es nicht. Nach der Anmeldung werde diese aber intern geprüft.
Gerade jüngere Musiker können von der Unterstützung im Musikbereich profitieren. «Vor allem die jüngeren Künstler sind oft ein wenig verloren. Sie wissen nicht, wie sie das Ganze richtig angehen.»
Social Media allein reicht nicht
Mit den heutigen Möglichkeiten der sozialen Medien könnte man meinen, es brauche keine solche Unterstützung mehr. Dietrich widerspricht dem: «Wir als Verein wollen nicht nur auf Social Media tätig sein, wir werden uns auch den Bereichen Booking und Management annehmen. Wir wollen den Musikern Auftrittsmöglichkeiten ermöglichen. Für das reicht Social Media alleine nicht.» (nua)