Ein berührendes Werk erinnert an den Bergsturz
von Hans Speck
Die Kirche war am Sonntagvormittag bis auf den letzten Platz gefüllt. Grund dafür waren sowohl die Uraufführung der Kantate als auch die anschliessende Einweihung des Kulturschopfes. Für die Entstehung der epochalen Kantate «Erinnerung an das Unglück von Elm» waren ein Dichter und ein Musiklehrer verantwortlich. Und beide hiessen mit Vornamen Friedrich.
Das ergreifende musikalische Werk des Komponisten Friedrich Schneeberger erinnert an den Bergsturz von Elm vom 11. September 1881 und ist eine Hommage an die 114 Opfer dieser Tragödie.
Der Text zur Kantate stammt aus dem Gedicht «Das Unglück Elms» des Schweizer Dichters Friedrich Bachmann und enthält eine Deklamation und zwei Rezitative.
Vorgetragen hat die Kantate der Frauenchor Niederurnen unter der Leitung von Verena an den Matten, verstärkt vom Frauenchor Elm unter der Leitung von Esther Rhyner. Bachmanns Gedicht mit den teils markanten Versen – rezitiert von Verena an den Matten – erinnert stolz triumphierend und gleichzeitig schrecklich traurig an die Ereignisse vor 138 Jahren.
Suche endet im eigenen Dorf
Kaspar Rhyner, alt Ständerat und Präsident der Stiftung Pro Elm, blieb es vorbehalten, die vielen persönlich eingeladenen Gäste in seiner gewohnt urigen Art herzlich willkommen zu heissen. Gleichzeitig wies er charmant darauf hin, am Schluss der Veranstaltung ja nicht zu vergessen, die Mobiltelefone wieder einzuschalten. Natürlich hatte das Elmer Urgestein damit die Lacher auf seiner Seite.