Der Natur Sorge tragen am Pizol
von Jasmin Klucker
Eins nach dem anderen. Autos gefüllt mit Skiern und Snowboards. Neben den Strassen wächst das Gras gefühlt im Sekundentakt; die warme Luft kündigt den Frühling an. Doch oben liegt noch genug Schnee, und das am ersten Donnerstag im April. Von Weitem kann man den Pizol sehen. Es sieht es aus, als hätte jemand Puderzucker über die Spitze des Berges gestreut. Das Ende der Wintersaison ist in Sicht. In wenigen Wochen werden sich viele Bergsportlerinnen und Bergsportler, bewaffnet mit Wanderstöcken, auf den Weg zum Pizol machen. Dann wahrscheinlich schon mit prächtigen Blumenwiesen neben den Strassen. Aber ist es nachhaltig, in die Berge zu fahren? Im Winter, um den Wintersport zu geniessen, und im Sommer für die verschiedenen Sommersportarten. Diese Frage stellen sich im Moment alle Tourismusorte, unter anderem das Gebiet Pizol, im Winter wie im Sommer ein Hotspot für Einheimische des Tals oder Touristinnen und Touristen. Jürg Schustereit, Bereichsleiter Marketing und Vertrieb, gibt Auskunft, und das direkt im verschneiten Skigebiet. Hinter ihm die grosse Weite, man kann bis zum Bodensee sehen.
Verschiedene Nachhaltigkeitsprojekte
Bei der Frage nach der Nachhaltigkeit wird schnell klar, dass andere Aktivitäten deutlich mehr Ressourcen brauchen als der Wintersport, dennoch kann man den Wintersport nicht schönreden. «Allerdings ist der Pizol aktiv daran, Projekte zugunsten der Nachhaltigkeit zu lancieren, unter anderem mit der Stiftung ‘myclimate’», sagt Jürg Schustereiter. Bei diesem Projekt kann jede Besucherin und jeder Besucher auf freiwilliger Basis beim Bahnticketkauf 50 Rappen mehr bezahlen. Dieser Betrag wird dann von der Pizolbahn als Dank verdoppelt. Ein Teil dieser Summe wird für die Unterstützung hochwertiger internationaler Klimaschutzprojekte der Stiftung «myclimate» verwendet. Der restliche Betrag wird vom Pizol für die geplanten Nachhaltigkeitsprojekte verwendet. Davon gibt es genügend, das Thema Nachhaltigkeit hat in den letzten Jahren an grosser Bedeutung gewonnen. Die junge Generation und die urbane Umgebung haben dazu beigetragen, sich mehr mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. «Schliesslich sollten unsere Berge für die folgenden Generationen noch genauso schöne Erinnerungen schaffen, wie sie es bei uns heutzutage tun». Eine Umgebung, die durch den Eingriff jeglicher Sportarten nicht leiden sollte. Dies ist auch im Interesse des Pizols. «Es soll im Sommer nicht daher kommen wie ein Skigebiet ohne Schnee», betont Jürg Schustereit deutlich. «Man muss der Natur in einem hohen Mass Sorge tragen.»