Bündner Schülerinnen und Schüler können bald Mittelschulen für Informatik besuchen
Der Kanton Graubünden reagiert laut einer Medienmitteilung auf den wachsenden Bedarf nach gut ausgebildeten Fachkräften im Informatikbereich. Dazu werden ab Beginn des Schuljahres 2025/26 zwei neue Informatikmittelschulen eingeführt – eine an der Bündner Kantonsschule in Chur und eine am Bildungszentrum Surselva in Ilanz. «Die Informatikmittelschule ist neben dem dualen Bildungssystem ein zusätzliches Angebot, um Fachkräfte im Bereich der Informatik auszubilden», sagt der Bündner Regierungspräsident Jon Domenic Parolini gegenüber Radio Südostschweiz. Das neue Angebot soll den Fachkräftemangel vermindern und Absolventinnen und Absolventen befähigen, ein Studium an einer Fachhochschule zu absolvieren.
Unterschied zu einer normalen Lehrstelle
Laut Parolini ist der Unterschied zu dem dualen Bildungssystem, dass die ersten drei Jahre vor allem aus schulischem Unterricht bestehen. Im vierten Jahr würden die Schülerinnen und Schüler mithilfe eines Praktikums auf das Berufsleben vorbereitet. Bei der Lehre im dualen Bildungssystem wird jeweils auf Unterricht und Praxis gleichzeitig gesetzt.
Die neue vierjährige Ausbildung wird von den Absolventinnen und Absolventen mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis als Informatiker/Informatikerin EFZ in der Fachrichtung Applikationsentwicklung und einer Berufsmaturität mit der Ausrichtung Wirtschaft und Dienstleistungen abgeschlossen.
Mit der Einführung der Informatikmittelschulen leistet der Kanton einen Beitrag gegen den Fachkräftemangel in der digitalen Berufswelt und stärkt mit dem neuen Angebot den Bildungsstandort Graubünden.»
Jon Domenic Parolini, Regierungspräsident Kanton Graubünden