Bündner Hoteliers schrammen knapp an Februar-Rekord vorbei
Der Start ins neue Jahr war der Bündner Hotellerie geglückt: Im Januar verzeichnete die Branche das beste Ergebnis seit zwölf Jahren. Ein Rekord bei den Schweizer Gästen sowie das World Economic Forum (WEF) in Davos zeichneten hierfür verantwortlich. Nun zeigt sich: Auch im Februar hielten die Gäste aus dem In- und Ausland dem Bündner Tourismus die Treue. Gemäss den am Dienstag veröffentlichten Logiernächtezahlen des Bundesamtes für Statistik wurden mit rund 810’000 Logiernächten zwar 11’000 Übernachtungen weniger gezählt als noch im Februar 2021. Das entspricht einem Rückgang um 1,3 Prozent. Im langfristigen Vergleich lassen sich die Februarzahlen aber dennoch sehen, wie Luzius Stricker, Leiter Statistik und Register beim kantonalen Amt für Wirtschaft und Tourismus, weiss. Sie liegen nämlich 6 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre sowie lediglich rund 14’000 Logiernächte unter dem Niveau des «rekordverdächtigen Februar 2020» vor Ausbruch der Coronapandemie in Graubünden.
Weniger Gäste aus der Schweiz in Bündner Hotelbetten
Einen deutlichen Rückgang von 6,4 Prozent verzeichnete die Bündner Hotellerie im Februar bei den Schweizer Gästen, welche trotzdem mit 546’000 Logiernächten für den Grossteil der Übernachtungen besorgt war. Dieser Rückgang ist zum einen auf das aussergewöhnlich starke Vorjahresergebnis zurückzuführen: Im 5-Jahres-Vergleich schnitt die Bündner Hotellerie im Februar bei den einheimischen Gästen nämlich um 4,3 Prozent besser ab. Zum andern hatte die gesamte Bündner Tourismusbranche – allen voran die Bergbahnen – bekanntlich mit dem ausbleibenden Naturschnee und den für die Jahreszeit hohen Temperaturen zu kämpfen. Gerade kleinere und tiefer gelegene Skigebiete ohne die Möglichkeit der technischen Beschneiung standen vor grossen Herausforderungen.